Schon viele Probleme gemeistert

Pfarrer Markus Ertl hatte die Vertreter der Pfarreiengemeinschaft aus Wernberg, Oberköblitz, Neunaigen und Glaubendorf sowie Bürgermeister Georg Butz mit den Marktgemeinderäten ins Pfarrheim St. Anna zum Neujahrsempfang eingeladen und die Gäste waren diese Einladung zahlreich gefolgt. Unser Bild zeigt Pfarrer Markus Ertl und Bürgermeister Georg Butz (Mitte) zusammen mit den Vertretern der Pfarrei. Bild: wee

Pfarrei und Kommune haben eine Parallele: Die Menschen sind aufeinander angewiesen, müssen gemeinsam Probleme bewältigen. Und Herausforderungen gibt es auch im noch jungen neuen Jahr zu bewältigen.

Wernberg-Köblitz. (wee) Es ist bereits zur guten Tradition geworden, dass die Pfarrei St. Anna zum Neujahrsempfang einlädt. Seit einigen Jahren wird er abwechselnd durch St. Josef und St. Anna ausgerichtet. Heuer trafen sich die Vertreter der Pfarreiengemeinschaft aus Neunaigen, Glaubendorf, Oberköblitz und Wernberg auf Einladung von Pfarrer Markus Ertl und ebenso die Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Dr. Johannes Schlosser und Pfarrer Josef Höning sowie Pastoralreferent Maximilian Pravida im Pfarrheim St. Anna.

Eingeladen waren auch Bürgermeister Georg Butz und die Marktgemeinderäte, um gemeinsam mit den Vertretern der Pfarreiengemeinschaft das neue Jahr willkommen zu heißen. Dem Neujahrsempfang voran ging in der St.-Anna-Kirche ein Festgottesdienst, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor St. Anna. An der Orgel saß Benedikt Scheidler, die Orchesterbegleitung lag in Händen von Helmut Burkhard.

Pfarrgemeinderatssprecherin Petra Hartinger hieß die Gäste im Pfarrheim St. Anna willkommen und dankte dem Helferteam für die gute Bewirtung.

Vermeintliches Zauberwort

Pfarrer Markus Ertl merkte in seinen Gedanken zum neuen Jahr an, dass viele Menschen den Neubeginn eines Jahres auch gleichsetzen mit einem Neustart und mit neuer Freiheit. Für manche Menschen klinge Freiheit wie ein Zauberwort, dabei werde oft vergessen, dass diese Freiheit nur soweit gehen könne, wie sie die Freiheit des Nächsten nicht beschneide. Oftmals scheitern diese Menschen dann an diesen Grenzen. Freiheit könne nur dann gelingen, wenn sie eingebunden sei in eine menschenwürdige Ordnung - eine innere Ordnung, die von Gott gegebenen Rahmenbedingungen unterliege. "Freiheit braucht Orientierung und wo diese nicht ist, kann der Mensch auch nicht frei sein", so Pfarrer Ertl. Wohin ein falscher Freiheitsanspruch führe, könne man jeden Tag erleben.

Die Menschen müssten erkennen, dass Bescheidenheit in den Ansprüchen, Konzentration auf das Wesentliche und nicht zuletzt die Stärkung der Eigenverantwortung nach wie vor wichtig seien, betonte Bürgermeister Georg Butz. Im Gemeinwesen, wie in der Marktgemeinde und in der Pfarreiengemeinschaft, würden sich oftmals die gleichen Fragen stellen. Hier seien die Menschen häufig in besonderem Maße aufeinander angewiesen. "Doch gegenseitiger Respekt, Toleranz und Verantwortungsgefühl für den Nächsten prägen das gute Klima in unserem Ort. Deshalb sehe ich mit Zuversicht den Anforderungen entgegen, die eine Aufnahme von Asylsuchenden bringen wird oder auch anderen große Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. In unserem Ort wurden schon viele Probleme gemeinsam gemeistert", so der Bürgermeister.

Dank an die Helfer

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, allen, die mitgeholfen haben die vielfältigen Aufgaben in der Pfarrei und in der Kommune zu erfüllen, ein herzliches Dankeschön auszusprechen, verbunden mit der Bitte, dass diese Verbundenheit im Gemeinwesen auch im kommenden Jahr vorherrsche.

In seinen Dank schloss er alle Vereine und Organisationen sowie Hilfsorganisationen mit ein: "Möge es gelingen, gute Vorsätze nicht nur zu fassen, sondern auch umzusetzen."
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