Schritt in Richtung Zukunft

83 statt bisher 80 klinische Betten in der St.-Johannes- Klinik. Was auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, ist das Ergebnis umfangreicher Umstrukturierungsmaßnahmen in der Auerbacher Klinik.

In Verhandlungen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie der Arbeitsgemeinschaft Krankenkassenverbände konnte sich das Kommunalunternehmen "Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach" auf eine veränderte Struktur der Krankenhausbetten einigen. Wie sich das Konzept ausgewirkt hat, das stellten Ärzte und Krankenhausleitung bei einem Pressetermin vor.

Zusätzliche Station

Bis zum 30. Juni verfügte die St.-Johannes-Klinik über 45 Betten der Inneren Medizin einschließlich Akutgeriatrie sowie 35 Betten der geriatrischen Rehabilitation. Zum 1. Juli wurden die Betten der Inneren Medizin auf 38 reduziert, dafür jedoch die Betten der geriatrischen Rehabilitation auf 45 erhöht. Mittlerweile hat sich die St.-Johannes-Klinik auf die neue Belegungssituation eingestellt. Für die erweiterte Geriatrische Rehabilitation wurde im 1. Obergeschoss zusätzlich eine zweite Geriatrische Reha-Station eröffnet.

Die Umgestaltung war notwendig, betont Vorstand Klaus Emmerich. Im Jahr 2013 hatte die St.-Johannes-Klinik eine gesunde Auslastung von gut 82 Prozent. Die Innere Medizin hatte Belegungsreserven, die Belegung der Geriatrischen Rehabilitation jedoch erreichte Spitzenwerte. Teilweise mussten Anträge der Krankenkassen auf Reha abgelehnt werden, weil die Fachabteilung vollständig ausgelastet war - zum Nachteil der Patienten.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie das Kommunalunternehmen "Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach" waren sich einig, hier die Weichen für die Zukunft zu setzen. Weiteren zehn Betten für die Geriatrische Reha stärkt die Wirtschaftlichkeit der St.-Johannes-Klinik entscheidend. Antragstellende Patienten können darauf vertrauen, zeitnah einen Platz am regional und überregional anerkannten Geriatrischen Fachzentrum zu erhalten. Alle Beteiligten gewinnen durch dieses Modell.

"Die Absenkung der akutstationären Betten in der Inneren Medizin um sieben Betten bedeutet keine Verringerung des entsprechenden Leistungsangebots. Für die Belegung des Jahres 2013 und einer deutlich gesteigerte Belegung 2014 reichen die nunmehr 38 Betten völlig aus", ist sich Emmerich sicher.

Rasche Umsetzung

Vorstand, Ärztlicher Direktor und Verwaltungsrat sind der Meinung: Mit der Neustrukturierung der St.-Johannes-Klinik wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Gesundheitsstandorts Auerbach getan. Die Verantwortlichen dankten der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände für die rasche Umsetzung des neuen Konzepts.
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9490)12-2014 (6638)
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