Schubert-Komposition eine enorme Herausforderung
Voller Einsatz bei Orchestermesse

Vohenstrauß. (cf) Ein außergewöhnliches kirchenmusikalisches, ja konzertantes Ereignis bescherte der Ostermontag fast 500 Besuchern in der katholischen Stadtpfarrkirche: Der Kirchenchor - klanggewaltig begleitet von Instrumentalisten - brachte eine musikalische Rarität zu Gehör, nämlich die Messe in G des Komponisten Franz Schubert.

Das von Schubert in jungen Jahren geschaffene Werk verlangte mit seinen hohen Tempi, den anspruchsvollen Solo-Partien und rasch wechselnden Interpretationen sowohl Sängern als auch Orchestergemeinschaft alles Können ab. Der Chor fand dankbare Verstärkung durch Sänger aus der Region, durch Mitglieder des Weidener Kammerchors, der Kirchenchöre St. Josef und Neustadt/WN.

Unter Gesamtleitung von Claudia Gruber, unterstützt von Instrumentalisten an der Seite von Willibald Wirth, gestaltete das Ensemble mit insgesamt mehr als 50 Aktiven die vielschichtige, schwierige Schubertmesse als große Herausforderung: andächtig bewegt das Kyrie, majestästisch das Gloria, jubilierend das Sanctus, klagend und ergreifend das Agnus Dei. Bei zahlreichen Sequenzen war bei Chor und Orchester "Vollgas" angesagt, um dem Spannungsbogen gerecht zu werden. Bravourös meisterten die Beteiligten diese musikalischen Klippen. Inniglich und berührend - vor allem beim Benedictus - wirkte die Solistin Eva Danzl (Sopran), souverän bewältigten Ferdinand Kamm (Tenor) und Manfred Dirscherl (Bass) ihren Part.

Quasi das "i-Tüpfelchen" der Orchestermesse bildeten Händels mächtiges "Halleluja" und Mozarts bewegendes Spätwerk "Ave Verum". Jonas Kick unterstrich an der Orgel seine professionelle Ambition.
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