Schüler werkeln mit neuem Material - "Das war heftig"
Glasklare Arbeiten

Einmal einen anderen Unterricht erlebten Mittelschüler der Markus-Gottwalt-Schule: Die üblichen Materialien Holz und Farbe wurden mit Glas erweitert. Die Aula der Schule ziert ein Meisterstück fünf talentierter Schüler. Ihr Lehrmeister war nicht Rektor Otmar Buchmann, sondern Wolfgang Höller, der in Eschenbach mehrere Kunstwerke aus Glas geschaffen hat. "Sie haben talentierte Schüler", sagte er zu Buchmann, der die Idee für den Sonderunterricht hatte.

Der zog sich über mehrere Wochen hin. Zunächst ging es zur Glasfabrik in Waldsassen. Dort wird das Material in Handarbeit hergestellt. Die Schüler erlebten, wie Buntglas in Schmelz- und Färbungsprozessen unter körperlicher Belastungen hergestellt wird. Mit diesem Grundwissen gingen sie mit Höller ans Werk. Den Schülern war zu entnehmen, dass die Erlebnisse oft einschneidend waren. Sie lernten das Schneiden und Brechen von Glas, und erkannten, welche Formen gestaltet werden können. Höller weihte sie in Geheimnisse der Bleiverglasung ein.

"Das ist besser als Unterricht", zeigten sich die Jugendlichen begeistert. Voll Freude berichteten sie von Arbeiten mit Schablonen und Schneidgeräten. Und zum "harten Job" der Glasbläser in Waldsassen hatten sie die Erkenntnis: "Das war heftig." Zur Übergabe- und Aufhängzeremonie gehörte der Dank Buchmanns Höller, der Raiffeisenbank für die finanzielle Unterstützung und der städtischen Bediensteten Markus Winkler und Udo Drechsler für die Fertigung des Bilderrahmens.
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