Schützen feiern großes Jubiläum

Die Schützengesellschaft 1565 e. V. kann in diesem Jahr auf eine 450 Jahre lange Tradition zurückblicken. Allerdings können die Mitglieder am Jubiläum wegen der angespannten Finanzlage keine großen Sprünge machen. Mit der neuen Mannschaft gehen die Schützen jedoch beherzt und mutig die anstehenden Aufgaben an. Bild: dob

Die Schützengesellschaft 1565 verspürt seit dem Generationswechsel Aufwind - gerade rechtzeitig zum 450. Geburtstag der traditionsreichen Vereinigung.

Vohenstrauß. (dob) Dies zeigte die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Schützenhaus, in das der Verein in den zurückliegenden Wochen mit einem komplett neuen Kugelfang mit Stahllamellen kräftig investiert hat. Trotzdem ist der Verein auch finanziell auf einem guten Weg und betreibt nachhaltigen Schuldenabbau. 2700 Euro steuerte die Stadt für die Baumaßnahme hinzu.

Franz Völkl Ehrenmitglied

Adventsmarkt, Partys und der Preisschafkopf spülten Geld in die Kasse. Dies reiche aber längst noch nicht aus, ein Jubiläumsfest über drei oder vier Tage mit großen Kapellen zu feiern. Ganz zu schweigen von der Renovierung der Vereinsfahne, die in erbärmlichen Zustand ein Dasein in der Vitrine friste, meinte Schützenmeister Rainer Hengstl weiter. Doch eine offene Stadtmeisterschaft und ein Ehrenabend mit einer kleinen Feier sollten durchaus möglich sein. Eventuell könne sogar noch ein kleines Gartenfest die Feierlichkeiten abrunden. Ein Anliegen war es dem Schützenmeister, ein Mitglied zu würdigen, das rund um die Uhr für den Verein parat stehe: Franz Völkl. "Du bist immer da, wenn man dich braucht." Deswegen brachte Hengstl seine Anerkennung mit der Ernennung zum Ehrenmitglied zum Ausdruck.

Sportlicher Leiter Robert Diermeier erinnerte an die vielen Veranstaltungen. Bei der Stadtmeisterschaft wurde Günter Bodensteiner Vizemeister. An der Vereinsmeisterschaft beteiligten sich 27 Schützen, sie maßen sich in 9 Disziplinen. Allerdings vertraten nur sechs Schützen den Verein bei der Gaumeisterschaft.

Die Sportpistolenmannschaft steht nach absolvierter Gauligasaison auf Platz 2 mit insgesamt 10 151 Ringen und 16:4 Punkten. Bester Einzelschütze ist mit einem Durchschnitt von 256,90 Ringen Günter Bodensteiner, der in der Gesamtwertung der Gau-Liga aktuell den dritten Platz belegt. Die erste Luftpistolenmannschaft hält sich sogar auf dem ersten Platz mit Dietmar Bäumler als besten Einzelschützen, mit durchschnittlich 367,78 Ringen. "Leider wurde der Aufstiegskampf in die Bezirksliga in der vergangenen Woche um einige Ringe in Wildenau verpasst", bedauerte Diermeier. Die Luftgewehrmannschaft erreichte den neunten Platz in der B-Klasse, und die zweite Luftpistolenmannschaft schaffte in der C-Klasse mit 1333 Ringen einen hervorragenden zweiten Platz.

Mehr trainieren

Einen präzisen Kassensturz machte letztmals Schatzmeister Bernhard Riedlbauer. Günter Knechtel und Andrea Diermeier bestätigten einwandfreie Arbeit. Der Containerplatz unmittelbar hinter dem Schützenhaus entwickle sich immer mehr zum Schandfleck. Laminatböden bis Autoreifen würden im Dunkel der Nacht entsorgt, schimpfte der Schützenmeister. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bot an, einen Bewegungsmelder anzubringen, um damit die illegalen Müllentsorger abzuschrecken.

Ehrenschützenmeister Anton Hufnagl forderte die Mitglieder auf, die 23 Vereine im Gau bei besonderen Anlässen zu besuchen, um die Gemeinschaft zu stärken. Für einheitliche Vereinskleidungen könnten jederzeit beim Schützenmeister Bestellungen aufgegeben werden. Hufnagl wünschte, Vereinsbesuche für runde Geburtstage erneut einzuführen, um den langjährigen Mitgliedern mit dieser Ehrerbietung Dank zu zollen. Außerdem müssten mehr junge Leute für den Mannschaftssport rekrutiert werden. Zwar seien viele junge Schützen im Verein, aber nur hobbymäßig. Hufnagl appellierte an alle, den Schützensport ernst zu nehmen und eifrig und regelmäßig für Wettbewerbe zu trainieren.

Bürgermeister Wutzlhofer äußerte sich positiv und angenehm über die Anwesenheit so vieler Schützen überrascht. Man spüre deutlich, dass sich hier etwas bewege und mit dem vollzogenen Generationswechsel gesellschaftlich frischer Wind in das Schützenhaus eingezogen sei. Im sportlichen Bereich wäre eventuell noch einiges verbesserungswürdig, der Verein lebe jedoch auch von Hobbyschützen. Der stellvertretende Gauschützenmeister Anton Hirnet überbrachte die Grüße des Sportschützengrenzgaus.
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