Schützen haben neuen Meister

Alles neu macht nicht erst der Mai, sondern fast alles ändert sich bereits im März - zumindest bei den Falkenhorst-Schützen. Bei den Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung besetzten sie die Ämter des ersten Schützenmeisters, Kassiers und Schriftführers neu.

"I g'frei mi auf's Amt", sagte Robert Friedrich, der mit 28 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zum ersten Schützenmeister gewählt wurde. "Wir haben ein neues, super Team, und die Jahre werden's zeigen", ist Friedrich zuversichtlich.

Die Mitglieder bestätigten zweite Schützenmeisterin Elisabeth Werner und Sportleiter Hans Biersack in ihren Ämtern. Eine Änderung gab es beim Posten des Schriftführers, den Christina Lösch übernimmt. Kassier ist zukünftig Stefan Brändl. Er löst Ursula Lösch ab, die diese Arbeit acht Jahre lang ausgeübt hatte. Zum Unterkassier wurde Elisabeth Brändl, zum Jugendleiter Stefan Brändl und zur Damenleiterin Christa Kilian gewählt. Melanie Friedrich ist die zweite Damenleiterin. Als Kassenprüfer fungieren Rudi Pröls und Hans Reichl. Beisitzer sind Josef Schönberger, Irmgard Schönberger und Marianne Pröls sowie Fahnenträger André Hölzl und Stefan Winterstein.

Bedürftige Beteiligung

Der bisherige erste Schützenmeister Norbert Winterstein blickte auf die vergangene Saison zurück. Er sprach die mäßige bis dürftige Beteiligung der letzten Rundenwettkämpfe im Januar in der Damen-, Schützen-, Jugend- und Schülerklasse an. Danach fand die im Jahresprogramm fest etablierte Winterwanderung statt. "Bei der Stadtmeisterschaft haben wir mit der Vorbereitung, Austragung, Auswertung und Preisverteilung erneut beim Stadtverband und beim jetzt ehemaligen Bürgermeister Helmuth Wächter Punkte gesammelt." Er habe bereits nach der ersten Austragung mit einem von ihm gestifteten Wanderpokal auf die Nachhaltigkeit dieser Veranstaltung gedrängt, erklärte Winterstein.

Am Ehrenabend zum 60. Jubiläum ernannte die Schützengesellschaft Falkenhorst die langjährige Schützenschwester Irmgard Schönberger zum Ehrenmitglied. Diese gab einige Stücke aus den ersten Stunden der Schützengesellschaft zum Besten. Sie erinnerte daran, dass der Verein die zweite Kirchenglocke der Hüttener Josefskirche bezahlt und gestiftet hat. Trotz des vorausgegangenen Weltmeisterschaftsspiels der deutschen Nationalmannschaft war der Ehrenabend erstaunlich gut besucht. Die zweite Bürgermeisterin Anita Stauber übernahm die Aufgabe, die Mitglieder mit Urkunden und Anstecknadeln auszuzeichnen.

"Das Schützenfest war ein überwältigendes Ereignis", freute sich Winterstein. Für die Falkenhorst-Schützen sei dies eine Großveranstaltung gewesen, die nur im Team zu bewältigen sei. Zum Saisonabschluss grillten sie im Schönberger-Garten und übergaben die Urkunden zum Rundenwettkampf. Der Redner sprach auch über Investitionen. Da die Auflageschützen immer mehr werden, schafften sie zwei Sportgewehre an. Das Nussschießen mit einer sehr guten Beteiligung bildete den Abschluss in der Weihnachtszeit und zum Jahresausklang.

Abschließend sprach Winterstein über den Allgemeinzustand der Schützengesellschaft. Diesen stufte er als "sehr gut" ein, besonders den Umgang miteinander. "Die Nachwuchsarbeit trägt jedoch seit mehreren Jahrzehnten keinen beständigen Erfolg. Von der Schülerklasse bis zur Schützenklasse sind keine Sportschützen mehr da, um die erforderliche Mannschaftsstärke zu stellen."

Mehr um Sport bemühen

"Um einen Wettkampf zuverlässig zu bestreiten, ist dies nur noch mit Einzelstartern möglich", appellierte Winterstein an die Mitglieder. Er bat diese, sich wieder um den Sport im Verein zu bemühen. Termine seien vorab im Internet unter Grafenwöhr/Veranstaltungen oder auch in Papierform vom Sportleiter erhältlich.

Wesentlich besser seien die Klassen mit Hilfsmitteln besetzt. Hier seien schon mal Qualifikationen zur Bezirksmeisterschaft zu verzeichnen. In den Klassen der Damen oder Schützen liege das Problem nicht an der Qualität, sondern an der Beteiligung.
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