Schützenverein "Enzian" mit hochmodernen elektronischen Ständen Vorreiter im Grenzgau und ...
Bleikugeln ade: Schießen per Laserstrahl

Der Vorstand des Schützenvereins "Enzian" um Schützenmeister Jakob Kals (Dritter von links) und Sportleiter Johannes Zeug (Mitte) ist stolz auf die in Eigenleistung errichtete digitale Schießanlage. Bild: fjo
"Weg mit dem Blei, her mit der neuen Technik", hieß die Devise. Der Schützenverein "Enzian" hat die Umbauarbeiten von acht Schießständen auf Lasertechnik mit elektronischer Auswertung nun abgeschlossen. Sie besteht aus Touch-Screen-Monitoren mit Messrahmen. Mit den elektronischen Schießständen ist es möglich, die Wettkämpfe im Gastraum auf einem eigens dafür angeschafften Großbildfernseher zu verfolgen.

Sofort nach Beendigung des Schießens wird das Ergebnis nicht nur angezeigt, sondern es erfolgt umgehend online eine Meldung an die Wettkampfleitung. Mit diesem enormen Schritt in die Zukunft ist der kleine, aber tüchtige Verein im Sportschützen-Grenzgau Vohenstrauß ein Exot unter den Schützenvereinen. Auch in der Region weit ringsum finden sich derartige Ausstattungen noch selten.

Wichtig für die Zukunft

"Die Investition soll ein großer Schritt in die Zukunft und zusammen mit der hervorragenden Jugendarbeit ein Garant für einen Weiterbestand des Vereins in den nächsten Jahrzehnten sein", argumentiert Sportleiter Johannes Zeug. Gerade die Junioren sind vom neuen System sehr angetan und übertreffen sich seit der Inbetriebnahme in ihrem Trainingseifer. Es ist sogar ein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen.

Im Schützenhaus, nur einen Steinwurf vom "Alten Grenzübergang" entfernt, ersetzt nun moderne Computertechnik mit Laserstrahl das althergebrachte Schießen auf die Papierscheiben. Der Messrahmen bildet das Herzstück der elektronischen Anlage. Auf einer Distanz von zehn oder 15 Metern vermisst er alle Luftgewehr-, Luftpistolen-, und Zimmerstutzenschüsse mit höchster Genauigkeit. Die Daten werden in Echtzeit an den Zentralcomputer übermittelt.

Rund 150 Arbeitsstunden

Seit Mitte des vergangenen Jahres herrschte vor allem an den Wochenenden rege Bautätigkeit. Für das Projekt leisteten bis zu 15 Helfer unter der Regie von Denis Jakob, der zugleich aus "Hauselektriker" fungiert, und stellvertretendem Sportleiter Jürgen Mensch rund 150 Arbeitsstunden. "Eine stolze Bilanz."

Auch die Zielwand musste komplett umgestaltet und von einem Sachverständigen zur Zulassung beim Landratsamt abgenommen werden.

Die Gestelle hierfür wurden in Einzelplanung und als Unikate von Matthias Mack in Leichtbauweise millimetergenau gefertigt. Der Sachverständige bescheinigte den "Enzian"-Schützen eine saubere und einwandfreie Arbeit und bat darum, die Schießanlage als Vorzeigeobjekt präsentieren zu dürfen, was die stolzen Mitglieder gerne gewähren. Schützenmeister Jakob Kals dankte allen Helfern sowie der Schreinerin Ringholz für die unentgeltliche Überlassung der Montagehalle. "Die nicht unerhebliche Investition und der Arbeitsaufwand sind gut angelegt, und der Verein kann beruhigt in die Zukunft blicken. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", merkte Kals an und wünschte "Gut Schuss".
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