Schuh drückt am Bahnhof

Die CSU freute sich, dass mehr Zuhörer als erwartet zu ihrem Bürgergespräch gekommen waren. Bild: zer

Die CSU war glücklich: 60 Bürger waren zur Informationsveranstaltung unter dem Motto "Wo drückt der Schuh?" ins Naabtalhaus gekommen. Auffallend war, dass es öfter um den Bahnhof und sein Umfeld ging.

Die christsozialen Gemeinderäte hatten schon zuvor einige Wünsche der Bürger notiert. Siegfried Goschler erinnerte an die Tradition des Oberwildenauer Bahnhofs. "Jetzt wurde er zur Bedarfsstelle herabgestuft. Passagiere müssen sich beim Ausstieg per Knopfdruck bemerkbar machen, und als Zusteiger muss ich am Bahnhof winken und mich kenntlich zeigen", schimpfte Goschler.

Diskussionsleiter Bernd Henn nahm diese Kritik auf. Er wies jedoch darauf hin, dass die Entscheidung vielleicht schon gefallen sein könnte. Die Bahn argumentiere, dass sie einen Puffer brauche und als letzte Station vor Weiden mit den Umsteigemöglichkeiten Zeit hereinholen könnte. "Wer ist zuständig für den Schandfleck in der Etzenrichter Straße gegenüber dem Bahngelände?", lautete eine Frage aus dem Zuhörerkreis. Ein Bürger sprach die geplanten Parkplätze am Friedhof an. "Sind nicht die 15 Stück nur ein Tropfen auf dem heißen Stein? Warum will man den restlichen Grund für eine Bebauung mit nur einem Haus auslegen, wäre es da nicht rechtens, weitere Parkplätze zu planen?" Ein anderer monierte den Winterdienst über Schwanhof nach Neudorf. Auch die Abholzaktionen seien nicht optimal abgelaufen. Ein einstimmiger Ratsbeschluss war die Bürgschaft für den Siedlerstodl. Die Verzögerungen lägen laut Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer an den aufgeschütteten Sandhaufen.

Ein weiteres Thema war die Schulbushaltestelle an der Kirche samt der engen Zufahrt. Besser wäre es, am Naabtalhaus vorbeizufahren und nicht über die enge Stelle "Am Dorf". Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres hatte Statistisches mitgebracht. So stieg die Einwohnerzahl des Marktes auf 3426 Menschen. Weil es auch mehr Geburten gibt, sei Bedarf an Bauplätzen da. "Wir haben in Oberwildenau keine Plätze mehr frei, in Neudorf lediglich zwei und in Luhe am Koppelberg nur drei." Die Gewerbesteuer pendelte sich bei 900 000 Euro ein. Die Rücklagen machten einen Knick nach unten. Einen großen Betrag verschlang die Schöningerstraße in Luhe am Forst, der Gemeinde verblieben noch 123 000 Euro an eigenen Kosten. Saniert wurden die Lilien-, Brand- und Planstraße in Luhe. Die Gemeinde hat einen Grund am Friedhof für Parkplätze gekauft. Derzeit sind 30 Asylbewerber in Luhe untergebracht.

Marktrat Sebastian Hartl wies auf Brückensanierungen am Triebwerkskanal und in Unterwildenau für über zwei Millionen Euro hin. Auch um den Lärmschutz an der Bahn will sich die CSU bemühen.
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