Schulden auf historischem Tief

Kämmerer Thomas Krapf. Bild: ohr

Der Haushalt der Gemeinde setzt in diesem Jahr positive Zeichen: Im Verwaltungshaushalt gibt es wesentliche Verbesserungen. Außerdem ist zum Ausgleich des Etats kein Kredit notwendig, und der Schuldenstand sinkt auf ein historisches Tief.

"Der Haushaltsplan 2015 fällt insgesamt positiver aus als in den Vorjahren", freute sich Bürgermeister Alois Böhm. Die Schulden werden geordnet abgebaut, und das Investitionsprogramm wird gestärkt. Kämmerer Thomas Krapf stellte im Anschluss den Etat der Gemeinde für dieses Jahr vor. Das Gesamtvolumen des Haushaltes steigt gegenüber dem Vorjahr um 535 325 Euro oder 21,1 Prozent auf 3 078 350 Euro an.

Investitionen in Altfalter

Der Verwaltungshaushalt - er deckt die laufenden Kosten der Kommune - erhöht sich um 301 805 Euro. Im Vermögenshaushalt, der hauptsächlich für Investitionen zur Verfügung steht, erhöht sich die Summe um 233 520 Euro auf 466 750 Euro. Dazu muss die Gemeinde keinen Kredit aufnehmen. Der Schwerpunkt der Baumaßnahmen liegt in Altfalter auf der Sanierung und der Gestaltung des Dorfstadels sowie des ehemaligen Stallgebäudes. Den neuen Steuerschätzungen zufolge steigen die Einnahmen der Städte und Gemeinden an. Auch die jährliche Anpassung im Finanzausgleich verbessert laut Kämmerer Krapf die Einnahmesituation.

Schulden halbiert

Die allgemeine Rücklage klettert seit 2012 kontinuierlich und wird sich bis zum Jahresende mit 874 253 Euro mehr als verdoppelt haben. Gute Nachrichten gibt es auch bei den Schulden: Hier zeigt die Kurve seit 2014 steil nach unten. Der Stand von 560 071 Euro wird sich zum Jahresende auf 286 780 Euro annähernd halbieren. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 197 Euro. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liegt bei 679 Euro. "Die Gemeinde steht nicht schlecht da", resümierte der Kämmerer. "In diesem Jahr fällt die Zustimmung zum Haushaltsplan sehr leicht", merkte Gemeinderat Franz Herrmann in einer kurzen Stellungnahme an. Der Ansatz von 100 000 Euro für Straßensanierungen stieß beim Gremium auf ein erfreuliches Echo.

Ohne Gegenstimme nahm der Gemeinderat auch die Jahresrechnung 2014 zur Kenntnis. Der Verwaltungshaushalt schloss demzufolge mit 1 985 539,89 Euro, der Vermögenshaushalt mit 295 057,03 Euro ab. Damit lag das Gesamtergebnis um 254 183,82 Euro unter dem Ansatz. Nachträglich stimmte der Rat außerdem über- und außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von rund 30 000 Euro zu.
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