Schuldenabbau geht weiter

Seit 2010 hat die Stadt Auerbach 3,1 Millionen Euro ihrer Schulden abgebaut. Am Ende dieses Jahres werden es noch knapp 15 Millionen Euro sein, erwartet die Kämmerei. Näheres steht im Haushalt 2015, der dem Stadtrat am Mittwochabend vorlag.

Nicht nur die Einnahmen sprudeln in Auerbach (wir berichteten gestern), auch die Ausgaben haben es in sich. So wird die Helmut-Ott-Halle 2015 voraussichtlich ein Defizit von 258 000 Euro einfahren. Für das Hallenbad zahlt die Stadt 326 000 Euro, für das Freibad 344 000 Euro drauf.

Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2015 beträgt voraussichtlich 14 940 580 Euro. Pro Kopf sind das 1686,49 Euro für jeden der 8859 Auerbacher. Ende des vergangenen Jahres betrugen die Verbindlichkeiten noch 15 817 750 Euro.

Wasserpreis gestiegen

Zu diesen Zahlen merkt die Kämmerei an, das der Großteil der Schulden auf die kostenrechnenden Einrichtungen Wasserversorgung (4,5 Millionen Euro) und Abwasserbeseitigung (8,9 Millionen Euro) entfalle. Diese ungedeckten Kosten würden über die Gebührenberechnung refinanziert. Für den Kubikmeter Frischwasser hat der Stadtrat bereits den Preis um neun Cent erhöht.

Den größten Anteil der Investitionen im Haushaltsjahr 2015 machen die Baumaßnahmen mit etwas mehr als drei Millionen Euro aus. Der Posten Vermögenserwerb beinhaltet 502 500 Euro. Sie beinhalten Grundstückskäufe für 225 000 Euro und eine neue Kehrmaschine, die 125 000 Euro kostet. Mit 873 300 Euro tilgt die Stadt Kredite.

Viel zu tun im Rathaus

Auf der Liste der Investitionen erscheint die Sanierung des Rathauses, die 2012 mit dem Umbau des Einwohnermeldeamts begann. Sie soll schrittweise weitergeführt werden. Im Jahr 2015 sind für die vorbereitenden Untersuchungen wie Aufmaß, Digitalisierung und Planung 200 000 Euro vorgesehen. Die Realisierung erfolgt dann voraussichtlich ab 2016. Derzeit prüft die Verwaltung noch, ob ein Zuschuss über die Städtebauförderung zu bekommen wäre.

Pläne für die Grundschule

Die Dr.-Heinrich-Stromer-Grundschule soll zu einem Teil neu gebaut und zum anderen generalsaniert werden. Darüber laufen noch Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz und der Vergabestelle. 2015 stehen 25 000 Euro für die Planung im Haushalt bereit. Die Umsetzung ist im Finanzplan ab 2016 anfinanziert.

Bei der Heizanlage im Schulzentrum ist der Austausch des zweiten Gaskessels notwendig. Hierfür und für die Kesselwasseraufbereitung sind Haushaltsmittel in Höhe von 65 000 Euro eingeplant.
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