Schule als Vorreiter

Wir lernen mit einem neuen Lehrplan: Der Schüler organisiert sich selbst.

"Je leiser es war, desto besser war der Unterricht", fasste Konrektor Thomas Schmidt die Verhältnisse von früher zusammen. "Jetzt gibt es ein neues Konzept: Alles wird genutzt, auch der Flur."

Grafenwöhr. (esc) Und das stellte er den Stadtratsmitgliedern vor. Kurz zusammengefasst: "Wir lernen mit einem neuen Lehrplan: Der Schüler organisiert sich selbst." Nach intensiver Recherche sei man zu dem Schluss gekommen, die Klassenzimmer nicht wie geplant mit White Boards auszustatten, sondern auf ein System aus einer Beamerlösung mit einer Dokumentenkamera und einem PC zurückzugreifen (wir berichteten). Mit der Bitte, die Schulräume "so weit möglich vorzubereiten", wandte sich Schmidt an den Stadtrat.

Thomas Schopf (FWG) lobte die "schöne Sache mit Beamern und Laptops". Bei ihm tue sich allerdings die Frage auf, wie die Lösung beim Lehrerkollegium angesehen sei. "Die Vorplanungen laufen schon seit Längerem. Wir haben alle Lehrer mit ins Boot geholt, der Wunsch seitens des Kollegiums wurde einhellig gefasst", versicherte Schmidt. Mit der modernen Ausstattung sei eine "Weichenstellung für die nächsten 15 Jahre" gegeben. Schmidt sprach gar von einer "Vorreiterrolle in der Oberpfalz".

Gerald Morgenstern (CSU) war vom flexiblen Mobiliar angetan. Aber: "Gibt es auch eine günstigere Lösung?" Laut Schmidt handle es sich um einen längeren Prozess, Schüler und Lehrer lernten das gemeinsam. Die Möbel gebe es in einer Einheitsgröße - geeignet für die Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse. Gerhard Mark (CSU) befürchtete, dass das neue Konzept beziehungsweise das neue Material so "schnell wieder weg" - sprich nicht mehr auf dem neuesten Stand - sein könnte, wie das Whiteboard. "Wir brauchen zwingend in jedem Klassenzimmer einen PC", sagte Schmidt. Das sei Vorgabe des Lehrplans. "Einen Beamer wird's immer geben, er ist eventuell erweiterbar", erlaubte sich der Konrektor einen Blick in die Zukunft. Jedenfalls sei der Beamer eine Basislösung, auf die aufzubauen sei.

Mit zwei Gegenstimmen der Linken-Stadträte stimmte das Gremium der Ausstattung der Räume mit Computern, Tafeln, Dokumentenkameras und Beamern zu. Dabei sei die genaue Zahl der Geräte zwischen Schulleitung, Stadtverwaltung und Planungsbüros abzustimmen.
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