Schulen

Sehr interessant war für die Kulmainer Viertklässler und ihre Lehrerin Johanna Reger (hinten Mitte) die Besichtigung der Müllverbrennungsanlage in Schwandorf. Bild:jzk
Mit Wissen zur Müll-Million

Kulmain/Immenreuth. (jzk) Weggeworfen und dann vergessen? Die Viertklässler der Grundschulen Kulmain und Immenreuth wollten wissen, was mit ihrem Abfall passiert. Auf die Lehrfahrt zur Müllerverbrennungsanlage Schwandorf hatten sie die Klassenlehrerinnen Johanna Reger und Gudrun Lehner vorbereitet.

Auf spannende Weise stellte eine Mitarbeiterin zwei Stunden lang mit kurzen Animationen, Filmen und Bildern den Zweckverband Müllerverwertung Schwandorf (ZMS) und das Kraftwerk vor. Beim Fragespiel "Wer wird Müllionär" schafften die Schüler dank auch die Eine-Million-Frage und sackten so viele Müllpunkte ein. Bei der Besichtigung des Müllkraftwerks erfuhren die Buben und Mädchen, dass in Bahncontainern täglich etwa 1500 Tonnen Müll angeliefert werden.

Die Kinder kamen sich sehr klein vor, als vom Müllbunker ein Greifer mit etwa vier Metern Durchmesser Abfall in 20 Meter Höhe hob. Danach warfen sie einen Blick in die Verbrennungslinien, in denen stündlich über 23 Tonnen Müll bei 1000 Grad verbrannt werden. Der Heizwert ist so hoch, dass der Brennvorgang ohne Zusatzbrennstoffe auskommt. Mit der Wärmeenergie wird Dampf für Fernwärme oder als Antrieb für Turbinen erzeugt, der gewonnene Strom ins öffentliche Netz eingespeist.

Auch dem Schaltraum, in den die Anlage 24 Stunden lang über Monitoren überwacht wird, statteten die Kinder einen Besuch ab. Als Erinnerungsgeschenk erhielten sie ein Müll-Memory und Tischabfalltonnen.
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