Schulhaus verbindet

Seit vielen Jahren bilden Pleystein, Waidhaus und Georgenberg den Schulzweckverband Zottbachtalschule. Doch noch nie trafen sich die jeweiligen Bürgermeister mit den Stadt- und Gemeinderäten zu einem Erfahrungsaustausch. Am Dienstagabend war es soweit

Pleystein/Waidhaus/Georgenberg. (bey) Bürgermeister Rainer Rewitzer hatte das offizielle Treffen mit seinen Amtskollegen Margit Kirzinger und Johann Maurer in die Wege geleitet. Zum ersten Mal besichtigten die drei Gemeindechefs, begleitet von den jeweiligen Stadtund Gemeinderats-Mitgliedern, das Schulhaus, für das sie gemeinsam die Verantwortung tragen und die notwendigen Mittel bereitstellen. Leiter Rektor Heinz Kett stellte bei einem rund eineinhalbstündigen Rundgang jeden Raum vor. Bereits in der Pausenhalle Probleme hatte er Probleme im Schulbetrieb angesprochen, aber auch nicht mit Lob gespart.

Standorte erhalten

Rewitzer hob die Notwendigkeit hervor, gemeinsam die Standorte innerhalb des Schulverbandes zu erhalten. Dazu sollten die Gespräche dienen, auch wenn das Problem demografischer Wandel unübersehbar sei, sagte Pleysteins Stadtoberhaupt.

Margit Kirzinger zeigte sich überzeugt, dass die Kinder in der Zottbachtalschule, auch mit Blick auf Veranstaltungen, bestens aufgehoben seien. "Es ist eine hervorragende Schule mit einem ebensolchen Lehrerkollegium". Spürbar sei auch der Zusammenhalt mit dem Elternbeirat, sagte Kirzinger. Eine Lanze brach die Waidhauser Bürgermeisterin für den Erhalt auch der kleinen Schulstandorte wie Neudorf, weil für die Kinder alles familiärer zugehe. "Große Schulen machen alles komplizierter und bringen Anonymität mit sich", meinte Kirzinger. Waidhaus sei bemüht, durch Attraktivität Familien zum Ansiedeln zu bewegen und damit auch für Nachwuchs in den Schulen zu sorgen. Georgenbergs Bürgermeister Johann Maurer war erfreut, dass die Kinder aus Georgenberg noch in Neudorf eingeschult werden, weil so auch mit der Pfarrei St. Christoph und dem Ort Georgenberg eine Verbindung bestehe.

Kett fand es gut, dass sich die gemeindlichen Gremien vor Ort informieren, "für was Geld ausgegeben wird". Und das funktioniere bei dem "Triumvirat" Pleystein-Georgenberg-Waidhaus bestens, lobte der Schulleiter. Ausführlich stellte er die Zottbachtalschule mit seinen elf Klassen und 208 Schülern vor. Dank des familiären Betriebes gebe es mit den Kindern keine Probleme, betonte Kett. "Wir kennen die Polizei nur durch die Verkehrsschule".

Ausdrücklich wies der Rektor auf die Vermittelbarkeit der Schüler im Berufsleben hin. Die Leistung der Schüler der Zottbachtalschule zeige sich auch bei den Landkreisbesten.

Bürgermeister Rewitzer hob vor dem abschließenden gemütlichen Beisammensein die Initiativen und Ideen Heinz Ketts hervor, die oft auch darauf abgezielt seien, die Kasse wenig zu belasten oder finanzielle Unterstützung von dritter Seite zu erhalten.
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