Schulverbund bleibt bestehen

Mit einem Geschenkkorb versüßten die Mitglieder der Schulverbundsversammlung und des Schulverbundsausschusses Werner Schulz (Sechster von links), der seit August 2010 den Mittelschulverbund Unteres Vilstal geleitet hatte, den Eintritt in den Ruhestand. Bild: hfz

Der Freudenberger Gemeinderat hatte sich schon dafür ausgesprochen. Jetzt fassten alle Bürgermeister der am Schulverbund Unteres Vilstal beteiligten Kommunen einstimmig den Beschluss, den seit 2010 existierenden Schulverbund unverändert fortzuführen.

Anlass dafür war die Verabschiedung von Werner Schulz als Verbundkoordinator. Schulz hatte nachdrücklich dafür plädiert, die im Juli auslaufenden Verträge zu verlängern und den Schulverbund aufrechtzuerhalten. Die Bürgermeister hofften, dass die Zusammenarbeit unter der Leitung des (noch nicht ernannten) neuen Verbundkoordinators genauso gut funktioniere wie unter der Regie von Werner Schulz.

Jetzt im Ruhestand

Seit 14. Februar ist Schulz als Rektor der Grund- und Mittelschule Freudenberg im Ruhestand. Die Bürgermeister der zum Mittelschulverbund gehörenden Gemeinden Kümmersbruck, Ensdorf, Ebermannsdorf, Rieden, Schmidmühlen und Freudenberg sowie die Mitglieder des Verbundausschusses verabschiedeten ihren Verbundkoordinator bei einer Sitzung im Freudenberger Rathaus.

"Werner Schulz hat den Mittelschulverbund Unteres Vilstal hervorragend geleitet. Als Verbundkoordinator hat er große Umsicht bewiesen und es stets ausgezeichnet verstanden, einen Interessensausgleich zwischen den Schulen herbeizuführen. Darum wurden wir Kommunalpolitiker - im Gegensatz zu manch anderem Schulverbund - nie mit strittigen Fragen konfrontiert", lobte der Sprecher der Verbundversammlung, Bürgermeister Roland Strehl (Kümmersbruck). Heinz Lang und Helga Gradl, die Leiter der Mittelschulen Kümmersbruck und Ensdorf, bescheinigten Werner Schulz eine stets vertrauensvolle, konstruktive und problemfreie Zusammenarbeit.

Schulz zog ein positives Fazit über viereinhalb Jahre Schulverbund Unteres Vilstal. Mit der Einführung der Mittelschulverbünde habe das Kultusministerium eine goldrichtige Entscheidung zum Erhalt von Hauptschulstandorten getroffen. Ganz besonders hätten davon kleine Schulen mit niedrigen Klassenfrequenzen wie etwa die Mittelschule Freudenberg profitiert. "Ohne Mittelschulverbund wäre die eine oder andere Klasse nicht mehr an der Schule."

Engpass bei Technik

Als für alle drei Schulen "manchmal problematisch" erachtete er die Unterrichtsversorgung bei Erkrankungen von Lehrern. Von den Engpässen sei zuletzt vor allem die Kümmersbrucker Mittelschule im Fachbereich Technik betroffen gewesen.

Dankbar merkte Schulz an, dass Kümmersbruck und Freudenberg seinen Wunsch nach einer direkten Schulbusverbindung zwischen den beiden Standorten umgesetzt hätten. Die Direktverbindung sei die Voraussetzung, um den M-Zug und die gebundenen Ganztagsklassen in Kümmersbruck für Freudenberger Schüler attraktiv zu machen. Zugleich ermögliche sie es den Kümmersbruckern, die ab der 7. Jahrgangsstufe eine Regelklasse besuchen wollen, in Freudenberg zur Schule zu gehen. "Die Busverbindung hat perfekt funktioniert", sagte Heinz Lang.
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