Schuss geht nach hinten los

Zwei Ersatzschützen, eine Waffenstörung - der Auftakt in der Luftgewehr-Bayernliga ist für die SG Neumühle kein Anlass zur Freude. Vor allem der daraus resultierende Tabellenplatz ist ein Ärgernis.

Am ersten Wettkampftag der Luftgewehr-Bayernliga Nord/Ost trat die SG Neumühle mit völlig neuer Aufstellung an. In Sassanfahrt waren außer dem Gastgeber SV Andreas Hofer und der SG Neumühle noch Aufsteiger SG G'mütlichkeit Luckenpaint und die SG Wilhelm Tell Laaber am Stand.

Gegen die SG Laaber kassierte Neumühle mit 0:5 (1895:1931) eine empfindliche Niederlage. Am Nachmittag zeigten sich die Neumühler verbessert, verloren gegen die Gastgeber aber trotzdem knapp mit 2:3 (1920/1929), wobei der letzte Schuss entscheidend war. Da die Aufsteiger in Fuchsmühl gute Leistungen gezeigt haben, ziert Neumühle nach zwei Durchgängen das Tabellenende. Nach dem Weggang des Nummer-eins-Schützen Patrick Kurz zum Bundesliga-Verein Buer-Bülse ist sein Bruder Andreas Kurz neuer Stammschütze in der ersten Mannschaft der SG Neumühle. Zudem waren am Saisonauftakt Julia Helgert und Kevin Knott verhindert, so mussten gleich zwei Ersatzschützen in das Geschehen eingreifen. Die anderen 4 Mannschaften der Bayernliga Nord/Ost trafen gleichzeitig auf der Anlage in Fuchsmühl aufeinander.

Gegen Laaber verlor Lisa Sennfelder im Spitzenduell gegen Marion Dummer im Stechen mit 9:10. An Position 2 hatte Ersatzschützin Nina Baehnisch gegen Martin Plank beim 378:387 keine Chance. Lena Hierl an Nummer drei hatte Oliver Stadler aus Laaber zum Gegner. Wegen einer Waffenstörung löste sich bei Hierl unkontrolliert ein Schuss, der mit null Ringen gewertet wurde. Damit ging bereits der dritte Punkt an Laaber.

Für Kevin Knott startete an Nummer vier Ersatzschützin Katharina Gleißner für Neumühle. Sie geriet gegen den Routinier Manfred Kornprobst gehörig in Rückstand und verlor mit 378:388 Ringen deutlich. Auch Andreas Kurz kam mit den Verhältnissen nicht so richtig zurecht. Katharina Wagner holte mit 382:376 auch den letzten Punkt deutlich für Laaber - für Neumühle ging der Saisonauftakt gründlich daneben.

Am Nachmittag traten die Neumühler gegen Sassanfahrt an. Wie in den vergangenen Jahren war dieser Vergleich spannend bis zum Schluss. Etwas von der Rolle war Lisa Sennfelder, die Sebastian Drawert wenig Gegenwehr entgegensetzte und mit 385 Ringen weit unter ihren Möglichkeiten blieb. Drawert gewann mit 394 souverän. Stefanie Friedl aus Sassanfahrt schockte die Neumühlerin Nina Baehnisch mit 100:94 Ringen in der ersten Serie, und am Ende ging mit 388:385 auch der zweite Punkt an die Hausherren. In der Paarung vier steigerte sich Katharina Gleißner gegen Christian Holland und holte mit 382:379 den ersten Punkt für Neumühle. Auch Andreas Kurz lag zunächst gegen Daniela Jäkel zurück, traf dann besser und gewann mit 382:381.

Spannend machte es Lena Hierl, die hoch motiviert gegen Lena Friedel aus Sassanfahrt antrat. Zur Hälfte lag sie nur um einen Ring zurück. Nach 387 Ringen von Friedel schien die Aufgabe noch lösbar, doch nach 94 in der dritten Serie hätte Hierl noch 98 Ringe zum Gleichstand gebraucht. Es wurden mit einer Neun am Schluss nur 97 und somit 386 Ringe - auch dieser Wettkampf war für Neumühle mit 2:3 (1920:1929) verloren.

In der nächsten Runde muss Neumühle am 18. Oktober bei Aufsteiger Luckenpaint gegen die anderen Aufsteiger aus Oppersdorf und Holzhammer antreten. Da beide zum Saisonbeginn gute Ergebnisse geschossen haben, ist eine Leistungssteigerung notwendig, um zu punkten.
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