Schweigern droht der Grillspieß

Die Gewinner der Pokale und Urkunden mit den Organisatoren, dem Vorsitzenden Günter Rupprecht (Zweiter von links) und Jugendleiterin Susi Zitterbart (rechts). Bilder: cs

Beim Hahnenwettkrähen gibt es die verschiedensten Motivationstechniken. Zielführend sind längst nicht alle. Elke Morgenstern hat einen Dreh raus, der ihren Gockel zu absoluten Höchstleistungen anspornt.

Mit einer Rekordzahl von 36 Kandidaten startete der Geflügelzuchtverein Auerbach am Samstag sein Hahnenwettkrähen, federführend organisiert vom Vorsitzenden Günter Rupprecht und der Jugendleiterin Susi Zitterbart. Züchter aus dem ganzen Stadtgebiet, aber auch aus Sigras und Königstein hofften auf der Anlage des Vereins am Meiergraben auf eine gute Platzierung für sich und ihr Federvieh.

Für den jeweils ersten und zweiten Platz bei Groß- und Zwerghähnen gab es zur Urkunde einen Pokal. Der Dritte musste sich mit einer Urkunde bescheiden. Nach zwei Mal zehn Minuten standen die Sieger fest.

Bei den großen Vertretern ihrer Art war Elke Morgenstern der Pokal für den ersten Platz sicher. Sie konnte es selbst kaum fassen, dass die Jury 53 Kikerikis auf der Strichliste eingetragen hatte. Sie war nicht die einzige Züchterin, die bei solchen Wettbewerben offensichtlich einen guten Draht zu ihren Tieren hat.

Allerdings blieben auch Enttäuschungen nicht aus. "In den Gärten krähen sie um die Wette, jetzt sind sie stumm", seufzte mancher, dem sein Gockel die kalte Schulter zeigte. Eine Futtergeberin versuchte es mit der Aufforderung "Streng dich an für Mama"; andere drohten auch schon mit dem Grillspieß, um ihren Schweiger zu motivieren. Ganz ernst gemeint war das aber wohl nicht.

Für 28 Hahnenschreie ging der Pokal der Zweitplatzierten an Anni Ertl. Ein Ruf weniger stand für den gefiederten Gesellen von Rolf Fischer zu Buche. Die Rangliste bei den Zwerghühnern führte mit 22 Kikeriki-Lauten der Gockel von Georg Hörl an, gefolgt von Maria Stengel (13) und Tomasz Zboralski (8). Bei der Jugend belegten Luka Ertl, Emilia Zitterbart, Maurice Zitterbart und Isabella Grüner vordere Plätze.

Es macht wieder Spaß

Über den Aufwind im Verein mit rund 60 Mitgliedern freute sich Vorsitzender Günter Rupprecht. Alle Gärten am Gelände sind vergeben, vor allem an junge Leute. "Es ist schön, sich einzubringen, und es macht wieder Spaß mit dieser Zukunftsperspektive." Für Ende November, Anfang Dezember plant der Geflügelzuchtverein die Lokalschau in seiner Ausstellungshalle.
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