Schwelgen in Weinseligkeit

Feierlaune herrschte in der Gemeinschaftshalle Tremmersdorf. Beim Weinfest der Feuerwehr übertrug sich rasch der Gemeinschaftsgeist auf das durstige Publikum. Bild: do

Die Feuerwehr im Großeinsatz. Alles, was löschen kann, war auf den Beinen - und bekämpfte in der Tremmersdorfer Gemeinschaftshalle bis in den Morgen einen spektakulären "Wein"-Brand.

"Wein Marsch", hieß es für die Brandschützer und die Helfer beim großen Weinfest der Feuerwehr. "Alarmiert" von Vorsitzendem Martin Rodler und Kommandant Andreas Sticht, schwelgte am Samstag ein auf Feiern eingestelltes Publikum in Pfälzer Weinseligkeit.

Dicht an dicht drängten sich die fröhlichen Zecher im Gemeindezentrum, das sich längst zum Feier-Tempel entwickelt hat. Die zirka 200 Besucher erlebten auch ohne das "Lebenselixier der Bayern" einen Abend des Genießens. Mit dem Weinglas fiel das Zuprosten zwar ein bisschen vorsichtiger aus, war aber genauso herzlich und gut gemeint.

Flüssig und süffig

Und auch der Inhalt - von Goldgelb bis Rubinrot - verführte zu mehr oder weniger kräftigem "Schlürfen". Beim Plaudern, Schunkeln und Singen genossen auch die Bierfanatiker edle Pfälzer Tropfen. Ein Riesling oder ein Portugieser Weißherbst, ein Dornfelder oder eine Kerner Spätlese: Die süffigen Importe aus der Rheinpfalz lösten rasch Zungen und Geldbeutel. Zum flüssigen Pfälzer Gold kredenzten die einfallsreichen Gastgeber Herzhaftes aus der Feuerwehr-Küchen. Üppig belegte Vesperplatten und ein würziger Obatzter verwöhnten die hungrigen Mäuler.

Aus dem Dorfbackofen zauberten Ehrenvorsitzender Hans Sticht und Emmi Gradl aus Haselbrunn einen weiteren kulinarischen Renner: einen knusprigen Zwiebelkuchen mit viel Schmalz und Speck, so wie zu Omas Zeiten - einfach köstlich. Die richtige Musik dazu "zelebrierte" ein geschätzter Nachbar: Ihrem Motto "Blasmusik pur" getreu bot die Musikkapelle Dießfurt ein breitgefächertes Programm für Jung und Alt.

Spritzige Musik

Die Musikanten umrahmten das Fest mit musikalischen Tropfen sowie Solo- und Gesangseinlagen. Ob der "Alphornzauber" von Dirigent Werner Schreml oder der weiche Klang böhmischer Blasmusik: Die Dießfurter bewiesen Vielseitigkeit. Schnell waren die Gänge zur Tanzfläche umfunktioniert und die Bierbänke geentert. Das weinselige Publikum stimmte in die Gesangsbeiträge ein.

Erst nach vielen Zugaben durfte das Ensemble die Bühne verlassen. "Löscheinsätze dieser Art stimmen alle froh und fröhlich", bilanzierte zum Schluss ein erschöpfter Feuerwehrvorsitzender Martin Rodler.
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