Schwend schmettert auf

Die jungen Damen des ASV Schwend III gingen hochmotiviert in ihren Heimspieltag, zogen alle Register und haben es deshalb auch verdient, mit einem Mannschaftsfoto für ihre geschlossene Leistung abgebildet zu werden. Das Team besteht aus (von links) Michaela Maderer, Pamina Barth, Lisa Kölbel, Magdalena Melzer, Lara Renner, Janina Kratzer, Lea Stark, Laura Stark, Samira Barth und Julia Heinel. Bild: ndt

Ordentlich aufgeschmettert im doppelten Wortsinn haben erneut die Nachwuchsvolleyballerinnen des ASV Schwend. In zwei Matches verwandelten sie die Birglandhalle an ihrem Heimspieltag in einen wahren Hexenkessel.

Es war ein Nachmittag mit vielen Höhepunkten für die junge, dritte Damenmannschaft in der Kreisklasse Nord. Denn zu Gast waren die ebenfalls noch ungeschlagenen Teams des SV Hahnbach IV und des TuS Schnaittenbach II.

Das erste Spiel gegen Hahnbach startete furios: ASV-Zuspielerin Lea Stark brachte ihre Mannschaft mit aggressiven Aufschlägen mit 9:0 in Führung. Die Gegner erholten sich allerdings relativ schnell von diesem ersten Schock und kämpften sich wieder heran. Es wurde ein offener Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für den SV, der schließlich den ersten Satz knapp mit 28:30 für sich entschied.

Druck in den Aufschlägen

Beim Schwender Team gab es daraufhin einen Wechsel. Mit Samira Barth kam mehr Gefahr auf der Diagonalposition, vor allem mehr Druck im Aufschlag ins Spiel. So pendelte sich die Partie für das ASV-Team ein mit dem Effekt, dass es den Gegner kontinuierlich einige Punkte auf Abstand halten konnte. Im Angriff sorgten vor allem Lisa Kölbel und Julia Heinel für sehenswerte Punkte. Am Ende siegten die ASV-Damen verdient mit 3:1. Maßgeblich für den deutlichen Erfolg war hauptsächlich die höhere Gefahr, die von den Aufschlägen des Schwender Teams ausgegangen war.

Match Nummer zwei gegen die Favoriten aus Schnaittenbach startete auf Schwender Seite mit der identischen Aufstellung wie in der Hahnbach-Begegnung. Entsprechend eingespielt funktionierte das Team erneut tadellos: Lea Stark und Samira Barth erzeugten wiederum hohen Druck im Aufschlag; Lisa Kölbel stach durch zahlreiche hervorragende Annahmen und ihre Feldabwehr heraus.

Satz eins endete mit 25:22 für den ASV und es schien, die Mädchen hätten ihre Chance gewittert, als Erste dem Favoriten ein Bein zu stellen. Der TuS steigerte sich jedoch in den kommenden Sätzen deutlich. Maßgeblich die beiden starken Mittelangreiferinnen waren für die ASV-Youngster oft nicht im Block zu halten. Zudem machte sich bei einigen Akteurinnen das vorangegangene Match konditionell bemerkbar.

Coach Martin Schötz gab zunächst seiner Zuspielerin sowie einer Außenangreiferin und Mittelblockerin eine Pause zum Luftholen. Der TuS war inzwischen verdient mit 1:2 in Führung gegangen. Mit der Rückkehr von Lea Stark auf der Zuspielposition stabilisierte sich die Partie im vierten Satz wieder und von da an war auch gegen die starken Angriffe über die Mitte ein probates Mittel gefunden: Viele Attacken konterte der ASV mit einem (nicht ganz perfekten) Dreier-Block. Diese "Wand" beeindruckte jedoch scheinbar so immens, dass Versuche über die Mitte sehr oft nur noch in gepritschte Bälle oder Lobs mündeten.

Spannung samt Tiebreak

In einem äußerst engen Match glichen die ASV-Damen schließlich zum 2:2 aus und forderten die Entscheidung im Tiebreak. In der Halle saß nun nahezu niemand mehr - über 100 Fans waren aufgesprungen und verwandelten das Birgland-Sportzentrum in einen Hexenkessel. Im Tiebreak erwischte Schnaittenbach jedoch den besseren Start und ließ den ASV kaum mehr herankommen. 7:11 führten die TuS-Damen schließlich, bis Julia Heinel und wiederum Samira Barth mit druckvollen Aufschlägen den ASV zurück ins Spiel brachten. Magdalena Melzer (inzwischen auf der Außenposition für Michaela Maderer) glich mit platzierten Lobs aus und hatte in der Schlussphase maßgeblichen Anteil am 17:15-Sieg der Heimmannschaft.

Beide Teams hätten in dem äußerst engen Match den Sieg verdient gehabt. Am Ende machte wohl vor allem die beeindruckende Zuschauerkulisse in Schwend den Unterschied. Eine tolle Teamleistung, mit der selbst die Mädchen vor dem Match nicht gerechnet hatten, hieß es hinterher von vielen Seiten. Das Rückspiel am 30. Januar verspricht also vor diesem Hintergrund, noch mal ein echter Kracher zu werden, wobei es wieder ein Heimspiel für den ASV Schwend in der Birglandhalle wird. Schnaittenbach siegte schließlich gegen Hahnbach mit 3:1.

Vier neue Duelle warten

Die ASV-Youngster treffen am Samstag, 5. Dezember, erneut auf den SV. Spielbeginn ist um 14 Uhr in der Josef-Graf-Halle in Hahnbach. Anschließend reist das Team am Sonntagmorgen nach Vohenstrauß und bestreitet dort seinen ersten A-Jugend-Spieltag mit vier Duellen. Auch in der Birglandhalle wird am Samstag wieder (auf)geschmettert: Die ebenfalls noch ungeschlagenen Herren (Bezirksklasse Nord) treffen ab 15 Uhr auf die Teams des VC Hohenfels-Parsberg und des TB Regenstauf.
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