Schwere Aufgabe für Schwurgericht
Im Blickpunkt

Amberg/Neunburg vorm Wald. Es kommt selten vor, dass die nach einer Beweisaufnahme vor Gericht gestellten Strafanträge so sehr divergieren. Die Tat eines 34-Jährigen, der einen Brand legte und damit seine Mutter in höchste Gefahr brachte (wir berichteten), wertete die Staatsanwältin als versuchten Mord. Sie plädierte für sieben Jahre und sieben Monate Haft. Die Verteidigerin sah jedoch keinen Beweis für die Tötungsabsicht. Somit genüge eine Verurteilung wegen Brandstiftung. Und da seien zwei Jahre Freiheitsstrafe mit Bewährung ausreichend. Am Freitag spricht das Amberger Schwurgericht das Urteil. (Seite 35)

Tipps und Termine Brot und Allerheiligenspitzel

Nabburg. Im Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath werden am Sonntag, 25. Oktober, von 10 bis 17 Uhr Brot und Allerheiligenspitzel gebacken. Nachdem Allerheiligen vor der Türe steht, bietet der Museumsbäcker in der Stube des Kolbeckhofes (Waldlerdorf) die Möglichkeit, beim richtigen Flechten der Zöpfe zuzusehen. Die Besucher können sich so beim Bäcker gleich einige Tipps für das Gelingen eines guten Spitzelteiges holen. Es ist ein alter Brauch, dass an Allerheiligen die Firmpaten ihren Patenkindern ab der Firmung drei Jahre lang solche Spitzel schenken. Früher, als es sonst sehr wenig Süßes zum Naschen gab, war diese Gabe ein willkommenes Geschenk.

Zwischen 14 und 17 Uhr wird am selben Tag in der Stube des Schallerhofes (Naabtaldorf) Veeh-Harfenklang aus dem Schwarzachtal (Wölsendorf) erklingen. Veeh-Harfen sind sowohl mit als auch ohne Basssaiten zu spielen, und somit können zahlreiche Lieder mit ihnen musikalisch umgesetzt werden. Das Zupfinstrument ist leicht erlernbar. Am 25. Oktober werden die Harfen von einer Querflöte begleitet. Sanft erklingen alte und überlieferte Volksstücke in historischer Atmosphäre, manchmal mit und manchmal auch ohne Gesang.
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