Schwere Suche nach Vermissten

Rettung aus schwierigem Gelände stellt komplett andere Anforderungen an die Feuerwehr als ein normaler Einsatz. Kreisbrandmeister und Kommandant Markus Kindl will unbedingt, dass seine Aktiven in einem derartigen Ernstfall genau wissen, wo sie mit der Hilfe ansetzen müssen.

Deshalb wurde ein Busunglück in schwierigem, steilem Gelände bei einsetzender Dunkelheit mit mehreren verletzten Personen angenommen. Unter Schockwirkung liefen sogar einige Businsassen in den angrenzenden Wald und verirrten sich. Der BRK-Rettungsdienst war zwar bereits verständigt, aber noch bei einem anderen Notfall im Einsatz und die Kollegen brauchten Zeit zur Anfahrt.

Auch Erstversorgung

Andere Hilfsorganisationen standen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt auch nicht zur Verfügung, so dass die Feuerwehrleute auch die Erstversorgung übernehmen mussten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich so ein Szenario nie in Wirklichkeit abspielen wird. Beim Eintreffen der Wehr galten sieben Personen als vermisst, ein Businsasse war über einen Abhang gestürzt und brach sich dabei das Bein. Weitere sechs Personen waren nicht auffindbar.

Sofort durchkämmten Suchtrupps das Waldstück, andere Einsatzkräfte richteten währenddessen einen Verbandsplatz ein und leuchteten die Unfallstelle aus. Danach folgte die Rettung des Verunglückten über den steilen Hang mit Krankentrage und Steckleiter. Vor allem das richtige Sichern der absteigenden Kräfte mit der Feuerwehrleiter wurde dabei geübt.

Auch das Einbinden einer verletzten Person auf einer Krankentrage, Betreuung sowie Erstversorgung oder das richtige Hinaufziehen der Trage über den Hang gehörten zum umfangreichen Übungsprogramm.

23 Teilnehmer

Das Zusammenbinden von Leiter und Trage zum Steckleiterteil als behelfsmäßigen Schlitten wurde ebenso erprobt. Damit auch die Einrichtung und Absperrung eines Verbandsplatzes klappte, ließ Kindl die Probanden gehörig üben und überwachte genau die Abläufe. Zwischen den Suchtrupps herrschte reger Funkverkehr, der kurz und prägnant sein sollte. Dass sich die Suche von Personen in der Dunkelheit anders gestaltete als bei Tageslicht, spürten die Einsatzkräfte sehr schnell. 23 Aktive nahmen an der Schulung teil.
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