Schwermetalle im Erdreich

Auf drei Brennpunkte konzentriert sich die Dorferneuerung. Wie Trausnitz an Attraktivität gewinnt, wurde von den Planern in der Gemeinderatssitzung skizziert. Im Magen liegen dabei Schwermetallrückstände, die einen Erdaustausch erforderlich machen.

Trausnitz. (bnr) Auf dem Tisch lagen die Bauentwürfe für die Teilbereiche Hofmark, Parkplatz an der Kirche und Lohweg. Architekt Hubert Liebl aus Großenschwand unterbreitete seinen Bauentwurf für die Bereiche Parkplatz an der Kirche und Lohweg.

Die freie Fläche für den Parkplatz ist durch den Abbruch des alten Schulhauses entstanden. Längere Zeit versuchte die Gemeinde, das Grundstück an einen Investor zu veräußern, ohne einen Interessenten zu finden. Nun wurde der Platz in das Programm zur Dorferneuerung aufgenommen und soll als Parkplatz an der Kirche eine neue Verwendung finden. Die Planung sieht die Schaffung von 17 Stellplätzen vor, die von zehn Bäumen beschattet werden. Auch zwei Behinderten-Parkplätze sind vorgesehen. Die vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen ergaben eine Belastung des Erdreiches mit Schwermetallen, die einen Erdaustausch erforderlich machen. Die Kosten für den Teilabschnitt sind auf 8500 Euro veranschlagt.

Eine neue Situation der Gestaltung hat sich im Lohweg ergeben. Die Gemeinde konnte das Gebäude Lohweg 6 erwerben, das nun abgebrochen wird. Die freie Fläche bietet Gestaltungsspielräume: Eine Sitzgruppe und Bäume sollen diesen Abschnitt aufwerten. Die Baukosten werden hier auf 29 000 Euro veranschlagt.

Den größten Brocken bildet die Neugestaltung der Hofmark. Das Architekturbüro Kaiser unterbreitete dem Gemeinderat seine Vorstellung der Neugestaltung. Der Platz ist im jetzigen Zustand asphaltiert und nicht gegliedert. Er wird überwiegend als Parkplatz für Kirchgänger benützt. In der neuen Form fallen diese Parkplätze weg und werden durch eine Sitzgruppe, einen Brunnen und Bäume ersetzt. "Die Hofmark soll wieder als Platz erkenntlich und ein Schmuckstück für die Gemeinde werden", so der Architekt. Durch die Neuplanung wird die Auffahrt zum Friedhof steiler. Nur noch einzelne Parkplätze stehen zur Verfügung. Die Bodenuntersuchungen ergaben auch hier eine Belastung des Bodens mit Schwermetallen. Der Wiedereinbau erfordert eine besondere Abdichtung, die Ausschwemmungen verhindern soll.

Langsam gewinnt man den Eindruck, dass das historische Trausnitz auf einen mittelalterlichen Sondermüllplatz errichtet worden ist. Bisher wurden in jedem Bauabschnitt Belastungen des Bodens mit Schwermetallen festgestellt, die zu erheblichen Mehrkosten führen. Die Baukosten für die Hofmark werden auf 262 000 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat stimmte den Entwürfen zu.
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