Schwimmteich schlägt Wellen

Blick auf das Grundstück mit Hanglage, auf dem in Illschwang der Bau eines Naturschwimmteiches in einer Größe von 20 mal 8 Meter geplant ist. Die Grobmarkierung ist auf dem Bild zu erkennen. Bild: Weis

Zu einer längeren Diskussion und schließlich zu einem Ortstermin des Bauausschusses bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats im November führte der Antrag von Ingrid Lehner. Sie plant auf ihrem Grundstück in der Nelkenstraße in Illschwang den Neubau eines Schwimmteichs. Der Teich soll eine Länge von 20 Metern, eine Breite von 8 Metern und eine Tiefe von 1,30 Metern haben.

Bürgermeister Dieter Dehling wies darauf hin, dass die geplante Anlage in einer Südhanglage vorgesehen ist. Es sei wegen der Ausmaße nicht möglich, noch ein Wohnhaus in dieser Parzelle unterzubringen. Der Nachbar unterhalb habe den Plan nicht unterschrieben, weil er bei starken Niederschlägen fürchte, dass bei ihm ein Wasserschaden entstehen könne.

Abstand zum Kanal

Ergänzend merkte Dehling an, dass unterhalb des Teiches der Kanal im Grundstück von Ingrid Lehner verläuft. Es müsse zum Kanal ein Abstand von drei Metern gewahrt bleiben, was in den eingereichten Planunterlagen noch keine Berücksichtigung gefunden habe. Bei der Maßnahme sei vorgesehen, dass das Wasser durch eine Schilfzone, die am westlichen Rand verläuft, frisch aufbereitet wird. Hans Pickel sah die Ausmaße des Projekts in einem Baugebiet als überdimensioniert an. Verständnis zeigte er auch, aufgrund der Hanglage, für den Nachbarn unterhalb. Josef Margraf ergänzte dazu, dass für einen Teich in einer Größe bis circa 100 Quadratmetern kein Bauplan erforderlich sei. Mit 160 Quadratmetern sei das Projekt erheblich größer.

Hans Pirner teilte die Bedenken seiner Vorredner. Er wies darauf hin, dass wegen der Nähe zum Kanal der Teich noch weiter nach Norden kommen müsse und damit in einen Bereich, wo es noch steiler wird. Er schlug vor, sich bei einem Ortstermin ein genaues Bild von den Gegebenheiten zu machen. Alfred Ebert wies darauf hin, dass drei Parzellen weiter ein Swimmingpool ohne große Diskussion genehmigt wurde.

Kein Hausbau

Für Hans Pickel war es unverständlich, dass durch die Ausmaße des Teichs kein Hausbau mehr möglich sei. Bürgermeister Dehling gab zu bedenken, dass Ingrid Lehner in Besitz von zwei nebeneinander liegenden Grundstücken sei. In der einen Parzelle befindet sich das Wohnhaus mit Nebengebäuden, in der anderen soll jetzt der Schwimmteich entstehen. Er merkte ergänzend an, dass es in diesem Wohngebiet keinen Bauzwang gibt.

Der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Siegfried Holler berichtete von Gesprächen mit dem Landratsamt, als letztlich entscheidende Behörde in dieser Angelegenheit. Hier werde die Auffassung vertreten, das Projekt zu genehmigen, wenn die baumäßigen Vorgaben erfüllt seien. Ernst Herbst vertrat die Auffassung, dass, wenn ein Baugebiet ausgewiesen werde, auch zu erwarten sei, dass von den Grundstücksbesitzern jede Parzelle bebaut wird.

Schließlich habe man die entsprechenden Kanal- und Abwassergebühren kalkulationsmäßig mit berücksichtigt. Am Ende verständigte man sich in der Sitzung auf einen Ortstermin des Bauausschusses, wobei auch das Landratsamt mit eingebunden werden soll. In der Novembersitzung wird über den Bauplan endgültig entschieden.
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