"Sechs-Punkte-Spiel" und Derby

Die Blue Devils treffen am Wochenende von der Tabellenkonstellation her auf völlig unterschiedliche Gegner. Am Freitag gastiert der schlecht gestartete EHC Klostersee, am Sonntag geht es zum Spitzenteam nach Selb. Von den beiden Verletzten kehrt einer zurück, beim anderen ist der Zeitpunkt für das Comeback nicht absehbar.

Weiden. (gb) Markus Berwanger hat die Grippe erwischt, doch das hält den Trainer der Blue Devils (6. Platz/6 Punkte) nicht davon ab, seine Mannschaft optimal auf die nächsten Partien vorzubereiten. Als "Sechs-Punkte-Spiel" bezeichnet Berwanger das Match am Freitag um 20 Uhr in der Hans Schröpf-Arena gegen den EHC Klostersee (10./3). "Bei einem Sieg halten wir sie hinter uns. Wenn wir verlieren, schließen sie zu uns auf", beschreibt der Weidener Coach die Bedeutung. Zwei Tage später, am Sonntag um 18 Uhr, bestreiten die Blue Devils das nächste Derby beim VER Selb (3./13). "Selb hat andere Ambitionen als wir", sagt Berwanger und schiebt den Oberfranken klar die Favoritenrolle zu.

Am vergangenen Wochenende haben die Devils ihre negative Derby-Bilanz mit den Niederlagen gegen den EV Regensburg (3:4 n. V.) und bei den Bayreuth Tigers (1:4) fortgesetzt. "Diese Gegner haben mehr Qualität, eine größere individuelle Klasse. Wir sind aber nicht mehr so weit weg und werden sicher irgendwann ein Derby gewinnen", ist der Weidener Coach überzeugt. "Gegen Regensburg hätten wir nach dem 3:2 bei 5:3-Überzahl den Sack zumachen können, in Bayreuth haben uns zwei Minuten das Spiel gekostet."

Bei den beiden verletzten Verteidigern kann Berwanger nur in einem Fall aufatmen. "Daniel Willaschek trainiert nach seinem Fingerbruch wieder normal und wird es probieren." Bei Marius Pöpel (Gehirnerschütterung) sei dagegen das Ende der Leidenszeit nicht absehbar. Willaschek nimmt wie zu Saisonbeginn den Platz neben Florin Ketterer ein. Die Sturmreihen bleiben unverändert. Zwischen den Posten steht heute Fabian Hönkhaus und am Sonntag Daniel Huber. "Beide sind sehr gut", lobt Berwanger seine Goalies.

Der EHC Klostersee ist schlecht aus den Startlöchern gekommen. Tiefpunkt war am vierten Spieltag die 0:8-Heimpleite gegen die Selber Wölfe. Am vergangenen Freitag gelang in Bad Tölz mit 2:1 nach Penaltyschießen der erste Sieg, doch zwei Tage später folgte zu Hause gegen Deggendorf (2:3) prompt wieder der Rückschlag. Die Grafinger scheinen heuer vor allem in der Offensive leicht auszurechnen zu sein. In den bisherigen vier Spielen trafen erst vier Akteure ins Schwarze. Bester Torschütze ist der US-Amerikaner Cole Gunner mit fünf Treffern.

Da haben die Selber Wölfe im Angriff nicht nur wegen ihrer Top-Reihe mit Kyle Piwowarczyk, Jared Mudryk und Herbert Geisberger (zusammen schon 28 Scorerpunkte) wesentlich mehr Qualität zu bieten. Nicht vergessen darf man Landon Gare, der im Vorjahr noch für die Löwen Frankfurt in der DEL2 stürmte. Doch auch die Abwehr um Top-Keeper Marko Suvelo gehört zum Besten, was die Oberliga Süd zu bieten hat.

Aufgebot Blue Devils: Hönkhaus, Huber - Herbst, Schreier, Ketterer, Willaschek, Turnwald, Synowiec, Salinger, F. Zellner - Wiecki, Jirik, Ortolf, Waldowsky, Jurak, Vaskovic, Siller, Kirchberger, Holzmann, Schopper
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