Sechsstündiges Mammut-Interview mit Helmut Kohl
Audienz beim Kanzler

Helmut Kohl wollte 1996 als Bundeskanzler zurücktreten und den Weg für Wolfgang Schäuble freimachen - dann sah er sich aber als einziger Garant für die Euro-Einführung und blieb im Amt. Das erklärte Kohl in einem Fernsehinterview, das bereits 2003 geführt wurde und erst jetzt in voller Länge anlässlich seines 85. Geburtstags am 3. April veröffentlicht wird.

Der Norddeutsche Rundfunk präsentierte diese Woche in Berlin mit den Autoren Stephan Lamby und Michael Rutz einen 90-minütigen Ausschnitt aus dem insgesamt sechs Stunden langen Film "Helmut Kohl - das Interview". Kohl sagte damals zur Euro-Einführung: "Ich bin davon ausgegangen, ich muss es durchsetzen". Wegen der knappen Mehrheit der damaligen schwarz-gelben Koalition habe er befürchtet, ein Nachfolger könne die Reihen nicht schließen. Alles sei von ihm abhängig gewesen.

Die ARD strahlt eine dreistündige Fassung des Gesprächs in zwei aufeinanderfolgenden Nächten kommende Woche am 24. und 25. März aus. Tagesschau.de und die Videoplattform dbate.de zeigen darüber hinaus weitere drei Stunden des Gesprächs, das 2003 für die NDR-Dokumentation "Helmut Kohl - ein deutscher Kanzler" geführt wurde.
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