Segen für gelungenes Werk

Die 2012 begonnene Sanierung und Instandsetzung der Kapelle St. Koloman geht zu Ende. Die Dorfgemeinschaft legte mit Hand an und kann sich nun auf eine große Feier am kommenden Sonntag freuen. Historische Details inbegriffen.

In dieser Woche werden noch kleine Restarbeiten erledigt, am Sonntag wird der Abschluss der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen mit einem Festgottesdienst gefeiert. Verbunden mit den Feierlichkeiten ist auch die "Erpflkirwa" zu der Förderverein und die Fußballer des SV Alten-/Neuenschwand am Samstag und Sonntag ins Festzelt einladen.

Warmersdorf und die Koloman-Kapelle können auf eine lange Geschichte zurückschauen. Das Dorf bestand schon um 1150 und um das 13. Jahrhundert soll die St. Koloman-Kapelle errichtet worden sein. Schriftlich festgehalten ist der Bau im schlichten Stil der Spätgotik in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Kapelle ist ein schlichter Bau der Spätgotik, wohl schon aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Auf diese Zeit deutet das Sterngewölbe. 1775 wurde ein neuer Giebelturm aufgesetzt, den man 1795 ausbesserte. 1899/1900 wurde die Kapelle abermals restauriert.

Das Versprechen

Die Überlieferung erzählt, dass ein Warmersdorfer Bauer mit Ross und Wagen bei Nacht vom Weg abkam und in den großen Weiher geriet. In seiner Not rief er den heiligen Kolman an. Er würde eine Kapelle erbauen, wenn er mit dem Fuhrwerk wieder gesund ans Ufer gelange. Tafelbilder, die 1957 Pfarrer Breu vom Maler Ried aus Roding fertigen ließ, schildern dies. Die Koloman-Kapelle war früher einmal ein Wallfahrtsort, den Gläubige aus der gesamten Gegend aufsuchten. Bisher wird am Namenstag des heiligen Koloman, dem 13. Oktober, jährlich ein Bittgang von Warmersdorf zur Kapelle gehalten.

In den letzten Jahren fristete die Koloman-Kapelle ihr Dasein und der Zahn der Zeit hatte an allen Ecken genagt, so dass eine Sanierung erforderlich wurde, wenn man es nicht ganz dem Verfall preisgeben wollte. Die Sanierung wurde vom Landesamt für Denkmalpflege begleitet. Die Arbeiten übernahmen Firmen und freiwillige Helfern unter Aufsicht des Architekturbüros Hottner. Eigentümerin der Kapelle ist die Gemeinde Bodenwöhr, die zu diesem Bauwerk, "wie die Jungfrau zum Kind kam", so Bürgermeister Richard Stabl. Zusammen mit Hottner und Architekt Georg Köppl lobt der Bürgermeister die Dorfgemeinschaft, die fleißig mitgeholfen habe. Von den ursprünglich geplanten 445 000 Euro Kosten hat man nach jetzigen Stand nur 350 000 Euro gebraucht.

Letzte Arbeiten werden nun in dieser Woche erledigt. Kirchenmaler Josef Gruber vergoldete das Turmkreuz neu. Es wird am Sonntag gesegnet und dann auf dem Turm verankert. Weiter wurden die Figuren sowie die Kirchenbänke und der Altar restauriert und mit Farbe retuschiert. Auch der Boden ist neu verlegt und das Gemäuer nun trocken gelegt.
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