"Sehr aktive Pfarrei"

Peter Stubenvoll hat bei seinem Pastoralpraktikum in Kemnath sehr positive Erfahrungen gemacht. An diesem Wochenende wird er sich von der Pfarrgemeinde verabschieden. Zum 1. September tritt er in Lappersdorf eine Assistenzstelle an. Bild: jzk

Ein Jahr lang hat Peter Stubenvoll in der Pfarrei erste Erfahrungen gesammelt. Zum September nimmt der Pastoralpraktikant eine neue Aufgabe in Lappersdorf wahr. Er nimmt dorthin viele positive Eindrücke von Kemnath mit.

Kemnath. (luk) Peter Stubenvolls zwölfmonatiges Praktikum umfasste die beiden Hauptbereiche Pfarrei und Schule. Dabei standen ihm zwei Mentoren zur Seite: Pastoralreferent Alfred Kick betreute ihn in der Pfarrei, Religionspädagogin Gabriele Schecklmann in der Schule. Ab September tritt er seine erste Stelle als Pastoralassistent in der Pfarrei Lappersdorf bei Regensburg an. Hier darf er bereits selbstständig arbeiten. Die Assistentenzeit dauert drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung. Dann wird er Pastoralreferent.

"In Kemnath habe ich mich sehr wohl gefühlt", bekräftigt Stubenvoll. Hier sei er "von allen gut aufgenommen und kompetent begleitet" worden. Im Pfarrbrief sagt er allen "Vergelt's Gott" für die vielen Begegnungen, Bekanntschaften, Freundschaften und für alles, was er hier lernte. Sehr positiv war für ihn, dass sich Kirche, Gesellschaft und die politische Gemeinde in positiver Weise durchdringen. Das zeige sich beim überdurchschnittlichen Kirchenbesuch und bei Festen, beispielsweise an Fronleichnam. Viele aktive Christen unterstützten Stadtpfarrer Konrad Amschl bei seinen vielfältigen seelsorgerischen Aufgaben: "Kemnath ist eine sehr aktive Pfarrei, in der auf vielen Ebenen etwas läuft."

Gottesdienste vorbereitet

Mit Alfred Kick lernte Stubenvoll die verschiedenen Arbeitskreise kennen. Im ökumenischen Arbeitskreis 365 half er bei der Vorbereitung von Gottesdiensten mit. Kick nahm ihn auch mit zu den Gruppenstunden der Ministranten, zum Kolpingtreff, zum Jugendkreuzweg, zum monatlichen Seniorentreff im Pfarrheim, ins Trauercafé und ins Trauerseminar. Stubenvoll begleitete zudem die Ministrantenfahrt in die Jugendherberge Tannenlohe und das Kolpingzeltlager in Georgenberg. Beim Regionalministrantentag des Dekanats Kemnath-Wunsiedel half er bei der Organisation und beim Stationenlauf durch die Stadt mit. Bei den Arbeitskreisen "Kindergottesdienst" lernte er, was bei der Organisation der sonntäglichen Familiengottesdienste und der Kinderwortgottesdienste zu beachten ist.

Als Musiker gefragt

Für die Kindermette am Heiligen Abend studierte der Pastoralpraktikant mit den Erstkommunionkindern ein Krippenspiel ein. Zudem half er bei der Vorbereitung der Erstkommunion mit. Der Pfreimder nahm an Sitzungen des Pfarrgemeinderats teil, gab Impulse und begleitete die Mitglieder bei der Klausurtagung in Johannisthal. Besonders geschätzt wurden in der Pfarrei seine musikalischen Fähigkeiten als Kantor, Keyboarder, Querflötenspieler und Organist.

Natürlich "schnupperte" der 27-Jährige auch bei der Marianischen Männerkongregation (MMC) und bei der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB). Sehr gut kamen seine Vorträge über das neue Gotteslob bei den Zuhörern an. Bei allen kirchlichen Gruppen und Vereinen war er wegen seiner ruhigen und ausgeglichenen Art, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ein gerngesehener Gast.

Wichtige pädagogische und methodisch-didaktische Erfahrungen für den Religionsunterricht sammelte er in der Grundschule und im Sonderpädagogischen Förderzentrum Immenreuth. Bis Weihnachten habe er acht Stunden bei Religionslehrerin Gabriele Schecklmann hospitiert, anschließend habe er bis Ostern zwei und dann bis Schuljahresende vier Religionsstunden selber gehalten.

"Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Konrad Amschl und den beiden Mentoren war sehr gut", meint er abschließend. "Für meine weitere Arbeit in Lappersdorf habe ich in Kemnath viel gelernt." Stubenvoll wird sich in den drei Gottesdiensten zum Patrozinium am Wochenende von der Pfarrgemeinde verabschieden.
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