Seit 120 Jahren zuverlässig

"Ihr, liebe Feuerwehrkameraden, seid die Samariter der heutigen Zeit." Das betonte Pfarrer Siegfried Wölfel beim Festgottesdienst der Feuerwehr anlässlich ihres 120-jährigen Bestehens an der St. Thaddäus-Kapelle in der Dorfmitte.

Zahlreich versammelten sich die Feuerwehren mit Fahnenabordnungen und Vereine. Eröffnet wurde der Gottesdienst musikalisch vom Posaunenchor Erbendorf. Pfarrer Wölfel bezeichnete die Feuerwehrdienstleistenden als Menschen, die ihren Dienst aus Liebe heraus tun. "Mit diesem herrlichen Spalier der Fahnenabordnungen können wir ein Lob zum Himmel schicken", sagte der Pfarrer. "Gott sei bei denen, die vor 120 Jahren den Mut aufgebracht haben, die Feuerwehr zu gründen und die uns mit gutem Beispiel voran gegangen sind."

Die ewige Gefahr

Aktuell sprach Wölfel auch das Brandunglück von Schneitzlreuth mit sechs Toten an. "Sie wurden mitten aus dem Leben herausgerissen." Doch nach seinen Worten gab es zu allen Zeiten und in allen Orten Feuer. "Es gab und gibt Menschen, die dagegen ankämpfen, da braucht es Menschen, die da sind und auf die man sich verlassen kann, die Hab und Gut hoch achten und das Leben schützen, dass uns der Herrgott anvertraut hat."

Wölfel bezeichnete die Feuerwehrkameraden als Samariter der heutigen Zeit. "Es sind Menschen, die sich nicht bezahlen lassen und auf die sich die Mitmenschen verlassen können." Gerade in der heutigen egoistischen und selbstherrlichen Zeit zeigten sie deutlich auf, worauf es im Leben ankomme, nämlich auf das Geben. "Die Aktiven wagen ihr Leben, um Leben zu retten. Es sind Christen, die aus dem Zeichen der Nächstenliebe Gutes tun."

Dank an Gründer

Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Festgemeinde unter den Klängen der Pirker Blechmusi ins Festzelt, wo sich der Vorsitzende des Jubelvereins, Willi Kraus, über den guten Besuch freute. Seinen Dank sprach er Pfarrer Wölfel. In einer kurzen Ansprache hob Kraus hervor, dass das 120-jährige Gründungsfest ein würdiger Anlass sei, den Gründungsvätern zu gedenken. Die Grüße der Stadt sowie des verhinderten Bürgermeisters Hans Donko überbrachte zweiter Bürgermeister Johannes Reger.

Bis in die Nacht wurde im Festzelt zünftig gefeiert. Für Stimmung sorgte die Pirker Blechmusik mit Blasmusik sondernund heißen Rhythmen. Einen besonderen Auftritt legte die Feuerwehrjugend hin. Außer Rand und Band waren die Festbesucher, als die "5 lustigen 10" auf der Bühne eine musikalische Showeinlage ablieferten.
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