Seit 20 Jahren ein Ort des Gebets

Mit einem Gottesdienst feiert am heutigen Dienstagabend der Kapellenbauverein und mit ihm die ganze Dorfgemeinschaft das 20. Weihejubiläum der Apfelbacher Kapelle. Dank vieler Helfer und großer Unterstützung, in finanzieller wie auch praktischer Hinsicht, vergingen nur eineinhalb Jahre vom ersten Spatenstich bis zur Weihe. Bild: gpa

Auf seine Dorfkapelle ist Apfelbach sehr stolz. Am 3. September 1995 hatte Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der damalige Generalvikar der Diözese Regensburg, das Kirchlein geweiht. Heute, Dienstag, um 18.30 Uhr wird mit einem Gottesdienst an den Jahrestag erinnert.

Die Geschichte des kleinen Gotteshauses begann 1993, als es nach mehreren Anläufen in der damaligen "Apfelbacher Schänke" gelang, den Kapellenbauverein Apfelbach zu gründen. Unterstützung gab es durch die katholische Kirchenverwaltung mit Stadtpfarrer Andreas Uschold an der Spitze und Eschenbachs damaligem Bürgermeister Robert Dotzauer. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Bruno Uhl gewählt, der dieses Amt heute noch ausübt.

Spenden und Zuschüsse

Im April 1994 wurde der erste Spatenstich vollzogen, am 3. Juni war Grundsteinlegung und am 23. August fand das Richtfest statt. Durch Opferbereitschaft sowie mit Hilfe und Unterstützung vieler Freiwilliger, durch die unentgeltliche Bereitstellung von Baumaterialien, Geräten und Maschinen sowie durch viele Spenden gingen die Arbeiten zügig voran.

Nicht vergessen werden darf, dass die Bischöfliche Finanzkammer Regensburg beträchtliche Zuschüsse gab. Auch die Stadt Eschenbach war beim Kapellenbau in ihrer "Trabantenstadt" behilflich, ebenso Vereine. Am 3. September 1995 war es dann soweit: Der Generalvikar der Diözese Regensburg, Dr. Wilhelm Gegenfurtner, erteilte der schmucken Dorfkapelle, deren Patrozinium am Fest Kreuzerhöhung gefeiert wird, die kirchliche Weihe.

Zum "Innenleben" des kleinen Gotteshauses haben viele einen Beitrag geleistet. Die Stirnwand gestaltete der Parsberger Kirchenmaler Albert Fromm; das Altarbild zeigt die Kreuzigung Christi. Vier Engel, eine Marienstatue und die Figur der heiligen Theresia standen vor ihrer Renovierung 1964 in der Pfarrkirche St. Laurentius. Sie wurden, wie Kelch und Ziborium, von der Kirchenverwaltung den Apfelbachern überlassen und auf Kosten des Kapellenbauvereins restauriert. Die bunten, bleiverglasten Fenster hat der Eschenbacher Künstler Wolf Höller entworfen und in der Kunstglaserei seines Vaters Ludwig Höller hergestellt.

Altar aus Pressath

Ein Geschenk der Familie Möhler ist das Kreuz an der rechten Seitenwand, und die Figur des heiligen Andreas ist ein Abschiedsgeschenk von Stadtpfarrer Andreas Uschold, für den mit dem Bau der Kapelle ein Herzenswunsch in Erfüllung ging. Von Helmuth Langhammer stammt der Altar, den der Künstler für das Seniorenheim Pressath geschaffen hatte und der mit Zustimmung des damaligen Stadtpfarrers Ludwig Bock nach Apfelbach kam.

Der 13. September 2001 war für Apfelbach nochmals ein Feiertag: Die Kapelle erhielt in einem Pontifikalgottesdienst, den der damalige Weihbischof von Regensburg und spätere Bischof von Passau Wilhelm Schraml zelebrierte, den Namen "Kreuzkapelle".
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