Seit 25 Jahren grenzenlos

Das Skilanglaufzentrum Silberhütte ist ein Paradebeispiel für das Miteinander von Bayern und Böhmen. "Arbeit über Grenzen hinweg ist bei uns seit 25 Jahren selbstverständlich", erinnerte Rudi Pannrucker an das Jahr 1990. Das Jubiläum rückte in der Sitzung des Förderkreises in den Blickpunkt.

Den ersten Kontakten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs folgten Taten. Bereits ein Jahr später wurde auf tschechischer Seite gemeinsam die Goldbachhütte errichtet. Sie ist zum Ausflugsziel und zur Zwischenstation auf der an das Silberhütten-Loipennetz angebundenen Zehn-Kilometer-Schleife geworden: "Wir haben in der Praxis bewiesen, wie gut das Miteinander von Bayern und Böhmen funktioniert."

9. Oktober Einweihung

Ein Beispiel dafür liefert das auf der Silberhütte entstandene neue Funktionsgebäude. Nordische Wintersportfans aus beiden Ländern sind von dem seit dem vergangenen Winter zur Verfügung stehenden Serviceangebot begeistert. Unmittelbar neben der Loipe bietet sich Gelegenheit, eine Rast einzulegen, sich umzuziehen und die Sanitäranlagen zu nutzen. Untergebracht sind in dem Bau auch Garagen, Lager und Werkstatt sowie ein Tourismus-Informationsbüro.

Bezogen ist das neue Schmuckstück bereits, die offizielle Einweihung steht noch aus. Die wurde bei der Sitzung des Förderkreises vorbereitet. Termin ist der 9. Oktober. Schatzmeister Gustl Bauer berichtete von Zahlen, die vor Jahresfrist noch zu Sorgenfalten beitrugen: "Wir konnten alles sauber und fundiert abwickeln, ohne Kredite aufnehmen zu müssen." Das Investitionsvolumen belief sich auf 1 060 000 Euro. Staatliche Zuschüsse, Spenden, Sponsorengelder, die Beiträge der Mitglieder, Eigenmittel und nicht zuletzt die geleistete Arbeit beim Bau deckten den Aufwand.

"Übermut ist nicht angebracht", waren sich alle Verantwortlichen einig. Zu finanzieren galt es weitere 119 000 Euro für die Biathlonschießanlage, die ebenfalls am 9. Oktober eingeweiht wird. Genutzt werden die acht Stände während des ganzen Jahres.

Nach Helfern suchen

Technischer Leiter Alexander Klettner stellte Details und die Gewehre vor. Sie entsprechen den Originalwaffen, schießen aber nicht mit Kleinkalibermunition, sondern Laserlicht. Frank Kiener forderte dazu auf, für den künftigen Betrieb nach Helfern für den Fachexperten Josef Grüner zu suchen: "Wir haben auf der Silberhütte eine Vorzeige-Anlage und müssen darauf achten, die tatsächlich auch zur Verfügung stellen zu können."

Die Werbung für das neue Highlight sei ebenso wichtig, wie die Suche nach Leuten, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit auf der Silberhütte zu verbringen: "Sinnvoll sind Öffnungszeiten, die das Wochenende komplett abdecken. Wir müssen das auf möglichst viele und auch neue Schultern verteilen."

Ein Augenmerk galt den Buchungsmöglichkeiten für Gruppen, die Wettbewerbe und für die Pflege. Karl Schwanitz erläuterte Einzelheiten zur Beleuchtungsanlage.
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