Seit 60 Jahren durch dick und dünn
Leute

Neustadt/WN. (bgm) Seit 60 Jahren halten sich Agnes und Karl Schmidt die Treue. Am 16. April 1955 gaben sie sich in der Pfarrkirche St. Georg in Plößberg, der Heimatgemeinde von Agnes, das Ja-Wort.

Zur diamantenen Hochzeit kamen Stadtpfarrer Josef Häring und Bürgermeister Rupert Troppmann zum Gratulieren ins Eigenheim in der Rastenhofer Straße. Das hatte das Jubelehepaar in drei Jahren Schwerstarbeit zusammen mit den Eltern von Karl von 1956 an aufgebaut. Agnes musste den Maurern die schweren Mörteleimer bringen. Wenn sie schon völlig erschöpft etwas länger brauchte, waren die Kommentare der Handwerker oft nicht gerade schmeichelhaft.

Karl, der mit seiner Familie 1946 seinen Heimatort Schwanenbrückl im Sudetenland verlassen musste, arbeitete beim "Busl-Beck" in der Unteren Vorstadt. So oft es ihm sein Lehrlingsgehalt - drei Mark gab es im ersten Jahr pro Woche - erlaubte, schaute er im Gasthof "Deutsche Eiche" vorbei, den seine Tante als Pächterin bewirtschaftete. Dort hielt sich auch Agnes immer wieder auf, die bei Dr. Sträußel als Haushaltshilfe angestellt war und deren Schwester in der "Deutschen Eiche" arbeitete. Dort hatte es zwischen den beiden gefunkt. 1957 zogen sie in Neustadt mit dem gemeinsamen Sohn Karl in einer kleinen Einzimmerwohnung zusammen, um dann 1959 endlich das neugebaute Eigenheim zu beziehen. Agnes arbeitete 30 Jahre lang in der Hofbauerhütte in Altenstadt, wohin sie jeden Tag zu Fuß gehen musste. Nachmittags holte sie Karl mit dem Moped ab. Jetzt ist der Garten das gemeinsame Hobby des Jubelpaares. Agnes strickt außerdem leidenschaftlich gerne, besonders für die Rumänienhilfe.
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