"Seit der Wahl Stillstand"

In keiner guten Erinnerung wird der SPD-Ortsverein die Kommunalwahl 2014 behalten. Der wiedergewählte Vorsitzende Alfred Schuster sprach von einer "bitteren Niederlage", für die er in der Jahreshauptversammlung auch den Grund ausmachte.

Immenreuth. (stg) "Wir haben einen fairen Wahlkampf geführt, aber sachliche Argumente haben nichts gezählt", stellte Alfred Schuster in seinem Rückblick fest. Die Asyl- und Flüchtlingsdebatte sei das entscheidende Thema gewesen, da hätten CSU, Junge Union und die Freien Wähler in Immenreuth auch beim "Fischen am rechten Rand" mitgemacht und irrationale Ängste geschürt. Auf Kosten von Heimatlosen sei in verantwortungsloser Weise Stimmung gemacht worden. Gleichzeitig müsse man aber auch festhalten, dass er und der bisherige Bürgermeister Peter Merkl mit sehr guten Ergebnissen erneut in den Kreistag gewählt worden seien.

Konsequenz aus dem Immenreuther Ergebnis sei gewesen, dass sowohl er wie auch Merkl ihre Mandate für den Gemeinderat nicht angenommen haben. "So haben wir auch einen Impuls für eine Verjüngung geben können", betonte Schuster. Mit Blick auf die Entwicklung der Kommune seit der Wahl stellte der Vorsitzende fest, dass die Gemeinde in einem "Schlafwagen der Klasse 1" fahre. Er erinnerte daran, dass Bürgermeister Merkl im Wahlkampf unberechtigterweise Nichtstun vorgeworfen worden war. "Was wir jetzt sehen und erleben ist Stillstand", meinte Schuster. Umso erfreulicher sei es, dass viele Immenreuther mittlerweile erkannt haben, im März die falsche Wahlentscheidung getroffen zu haben.

Die Veranstaltungen des SPD-Ortsvereins im vergangenen Jahr seien wieder gut besucht gewesen, stellte der Redner zufrieden fest. Er nannte unter anderem den Kinderfasching, die Mai-Kundgebung, die Kinderolympiade und das Ostereier-Suchen.
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