Seit zwei Jahrzehnten stehen alle Räder still

Im Juli 1992 wechselte die Firma Hofbauer den Besitzer, 300 Mitarbeiter bangten um ihren Job. Die Gesellschaft FWU übernahm den Betrieb mit der Option, die volle Produktion weiterlaufen zu lassen. Am 17. Dezember 1992 beherrschte folgende Schlagzeile im "Neuen Tag" das Interesse im Ort: "Beyer & Co. vor dem Konkursrichter". Die Arbeit ruhte, die Tore blieben geschlossen. Ein Nürnberger Verwalter übernahm die Firma, 200 Mitarbeiter gingen in den "Zwangsurlaub". Im August 1993 startete wieder die Produktion. Am 1. Oktober stand das Aus fest. Aus der Sozialkasse spendierte Betriebsratsvorsitzender Werner Schumacher als Henkersmahlzeit Leberkäs, eine Brauerei spendete Freibier. Im April 1994 begann das große Ausschlachten der Firma Beyer & Co. Syrer kauften für angeblich eine Million Mark alle Produktionsanlagen, einschließlich Filteranlage. 1995 folgte die Schließung der Hofbauerhütte. In den Folgejahren ging es immer wieder um die Altlasten. Umfangreiche, aufwendige Untersuchungen haben ergeben, dass die Sanierung pro Fabrik mindestens zehn Millionen Euro kosten wird. Bezahlen muss das der Steuerzahler. (cr)
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