Selbst das Wetter ist irisch nass

Peter Schütz (links) und Stefan Neudecker (rechts) rissen das Publikum mit, als sie vom "Galway Girl" und "Sally McLennon" sangen.

Es goss wie aus allen Kübeln. Ganz passend zu einem irischen Abend, denn auch auf der grünen Insel gehört Regen zur Tagesordnung. Organisator Wolfgang Beier aus Rieden scherzte, er habe "keine Kosten und Mühen gescheut, um auch das irische Sauwetter mitzubringen".

(sön) Bis aus Flossenbürg und Tirschenreuth waren trotz dieser Wetterunbilden die vier Musiker von Peerie Folk Session gekommen, um beim ersten Irish-Folk-Meeting in der Gaststätte Schützenheim mit dabei zu sein. "Eine Weltpremiere" nannte Wolfgang Beier diesen Abend. Er selbst mit seiner Gitarre und die erst 18-jährige Lisa-Marie Holzschuh aus Ebermannsdorf auf ihrer Querflöte - die beiden nennen sich die Wolf Creek Rambler - eröffneten das Konzert mit "Pull the Knife" und "Christmas Eve".

Pub-Feeling inklusive Essen

Zum Trio mauserten sich die zwei, als die Sulzbach-Rosenbergerin Agnes Guggenberger mit ihrer Blockflöte bei "Fairies" mitmischte und mit "Off to California" auch als Solistin das Publikum beeindruckte. Apropos Zuhörer: In der bis auf den letzten Platz gefüllten Gaststätte geizten sie nicht mit Beifall, spornten damit die Musiker an und ließen sich nebenher von der Wirtin mit irischen Spezialitäten verwöhnen. Irish Stew, Fish and Chips und Shepherd's Pie hatte sie ebenso vorbereitet wie irische Schokocreme oder Apfelkuchen und sorgte mit dieser Speisekarte für original "Irish-Pub-Feeling".

Geige, Gitarre, Akkordeon, Kontrabass und Gesang hatten Stefan Weiß, Peter Bauer, Angela Bauer und Walter Lugert von der Peerie-Folk-Session im Gepäck, die nicht nur mit "Pub with no Bear" oder "All form e Grog" so richtig vom Leder zogen und das Publikum begeisterten.

Beifall lässt Saiten glühen

Da hielt es auch den Ammerthaler Peter Schütz mit Gitarre und den Illschwanger Stefan Neudecker mit seinem Bass nicht mehr auf den Stühlen. Beide gehören zu den "Dreamsellern" und rissen das Publikum mit, als sie vom "Galway Girl" und der "Sally McLennon" sangen.

Alle Musiker kamen, durch den Beifall der von den teils schnellen, teils melancholischen irischen Tönen begeisterten Zuhörer angespornt, so richtig in Fahrt. Sie legten sich ins Zeug, bis die Saiten glühten und bestätigten damit bis in den späten Abend hinein Wolfgang Beiers (51) Lebensmotto: "Musik hält jung".
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