Selbstbewusst nach Bad Tölz

Die Blue Devils treten am Sonntag beim EC Bad Tölz an. Das erste Match (Szene mit Veit Holzmann und Stefan Ortolf in den blauen Trikots) entschieden die Weidener mit 2:1 nach Verlängerung für sich. Bild: Gebert

Die Blue Devils sind am Wochenende nur einmal im Einsatz. Diese Partie hat es aber in sich, denn die Tölzer Löwen sind nach einem miserablen Start in Tritt gekommen. Doch auch die Weidener können nach dem Derbysieg gegen Bayreuth mit neuem Selbstvertrauen an die schwere Aufgabe herangehen.

Weiden. (gb) "Ein tolles Spiel, eine tolle Stimmung im Stadion und ein verdienter Sieg!" Markus Berwanger geriet nach dem 4:2-Erfolg der Blue Devils gegen die Bayreuth Tigers richtig ins Schwärmen. Der Kampf bei seiner Mannschaft habe wie immer gestimmt, und "diesmal hatten wir auch das nötige Glück", freute sich der Weidener Trainer. Fast noch größer als die Freude über den Sieg war bei Berwanger die Erleichterung darüber, dass der Derby-Fluch endlich beendet ist: "Ich bin froh, dass ich jetzt den Mist über Derbysiege nicht mehr hören muss."

Im Hinspiel 2:1 n.V.

Den Schwung wollen die Blue Devils in die Partie am Sonntag, 29. November, Beginn 18 Uhr, beim EC Bad Tölz mitnehmen. "Wir fahren dahin, um Punkte zu holen", lässt Berwanger keinen Zweifel an der Zielsetzung, auch beim zweiten Aufeinandertreffen mit der Mannschaft seines Freundes Axel Kammerer nicht leer auszugehen. Das erste Duell hatten die Weidener am 27. September mit 2:1 nach Verlängerung für sich entschieden. Der Ex-Tölzer Florin Ketterer (16. Minute) und Stefan Ortolf (62.) waren damals die Torschützen.

Mit Ortolf und Schreier

Der zuletzt wegen Rückenproblemen fehlende Ortolf trainiert seit Mittwoch wieder und kehrt ebenso in die Startformation zurück wie Thomas Schreier nach überstandener Krankheit. Angreifer Ortolf, mit sieben Treffern der erfolgreichste Torschütze der Blue Devils, stürmt im dritten Block zusammen mit Marcel Waldowsky und Michael Kirchberger. "Ich will die ersten beiden Reihen nicht ändern", liefert Berwanger als Begründung für seine Entscheidung, Ortolf nicht wie gewohnt neben Ales Jirik und Jakub Wiecki einzusetzen. Wie gegen die Bayreuth Tigers stürmt der Kanadier Jacob Laliberte mit Jirik und Wiecki. Den zweiten Block bilden wieder Philipp Siller, Veit Holzmann und Lubomir Vaskovic. Thomas Schreier rückt für Verteidiger Marius Pöpel, der am Sonntag aus privaten Gründen fehlt, an die Seite von Ralf Herbst.

Die Tölzer Löwen legten mit fünf Niederlagen einen klassischen Fehlstart hin. Unter anderem gab es eine 2:3-Heimpleite gegen das abgeschlagene Schlusslicht EHV Schönheide. Die Wende leitete die Truppe von Trainer Axel Kammerer mit dem 5:3-Erfolg gegen den aktuellen Tabellenzweiten Deggendorfer SC ein. Danach gab es sieben Siege, unter anderem gegen Bayreuth (4:2) sowie in Landshut und Selb (jeweils 4:3 n.P.), und nur noch zwei Niederlagen - gegen den souveränen Spitzenreiter EV Regensburg (2:3 n.V.) und am Freitag in Peiting (1:3). Der größte Trumpf der "Tölzer Buam" ist die Ausgeglichenheit der Reihen. Die vereinsinterne Scorerwertung führt kein Stürmer, sondern der slowakische Verteidiger Lubos Velebny mit 14 Punkten (6 Tore, 8 Assists) an. Bester Torschütze ist Franz Mangold (8).

Blue Devils: Hönkhaus, Huber - Herbst, Schreier, Willaschek, Ketterer, Synowiec, Turnwald, Salinger, F. Zellner - Laliberte, Jirik, Wiecki, Vaskovic, Holzmann, Siller, Waldowsky, Kirchberger, Ortolf, Schopper
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