Selbstlose Vorbilder für andere

Ehrungen, Auszeichnungen und Beförderungen gab es beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr Auerbach im Kolpingsaal. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst konnte Herbert Winter, für 25 Jahre Matthias Zerreis eine Medaille und eine Urkunde des Freistaates Bayern durch Landrat Richard Reisinger entgegen nehmen. Mit im Bild Kommandant Sven Zocher, Vorsitzender Thomas Kormann, Bürgermeister Joachim Neuß, Kreisbrandinspektor Peter Deiml und Kreisbrandmeister Hans Sperber. Bild: cs

Der Kameradschaftsabend bot den geeigneten Rahmen, ehrenamtliches Engagement im Dienst am Nächsten zu würdigen. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach standen zudem Beförderungen und Ernennungen an sowie die Würdigung langjähriger Mitglieder.

In den Kolpingsaal kamen auch Gäste aus der Politik und Feuerwehr-Führungskräfte des Landkreises. Ihnen wie auch Ehrenkommandant Josef Sichelstiel und Ehrenmitglied Konrad Steger galt das Willkommen des Vorsitzenden Thomas Kormann.

98 Einsätze bislang

Von bisher 98 Einsätzen im laufenden Jahr, darunter Sicherheitswachen, Verkehrsabsicherungen, Personenrettungen über Drehleiter, Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern, technischer Hilfeleistung und Brandeinsätzen berichtete Kommandant Sven Zocher. Von der Stadt werden dafür die notwendigen und für die Einsätze unerlässlichen Gerätschaften und die fahrzeugtechnische Ausstattung gestellt. "Aber was bringen alle Gerätschaften ohne Euch aktive Feuerwehrler? Sie stünden nur im Feuerwehrhaus, man könnte keine Hilfe leisten", brachte es der Kommandant auf den Punkt.

In Erwartung des neuen Fahrzeuges HLF 20 richtete Zocher den Dank an die Stadt und war sich zugleich sicher, "das Geld, das für die Sicherheit der Bevölkerung ausgegeben wird, ist gut angelegt." Aus- und Weiterbildung beanspruchen einen großen Teil der Freizeit der Aktiven, die 24 Stunden, 365 Tage im Jahr einsatzbereit sind, um professionelle Hilfe zu leisten.

Zu den Höhepunkten des Abends zählte die Auszeichnung für langjährige aktive Dienstzeit. Matthias Zerreis bringt sich seit 25 Jahren in die Feuerwehr ein und darüber hinaus bei anderen Rettungsorganisationen wie dem BRK. Im Mannschaftsdienstrang eines Hauptfeuerwehrmannes wird sein Fachwissen geschätzt. 40 Jahre Dienstzeit - Herbert Winter ist einer der wenigen, der das von sich behaupten kann. Winter war einer der ersten Atemschutzträger in Auerbach und im Landkreis Amberg-Sulzbach, denn überörtliche Lehrgänge gab es auch damals schon.

Hauseigene Übungsstrecke

Legendär ist seine hauseigene Übungsstrecke im Gewölbekeller mit vielen unterschiedlichen Ebenen, einer Kriechstrecke und Tunnels. Im Auftrag des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann überreichte Landrat Richard Reisinger Auszeichnung und Urkunde an die langjährigen Feuerwehrmänner.

Viel Anerkennung für die Wehr hatte auch Bürgermeister Joachim Neuß parat. Das große Lamento, in dem es heißt, niemand will mehr etwas tun, sei für die Auerbacher Stützpunktwehr nicht zutreffend, wie er mit einem Blick in den Saal auch bestätigt sah. "Helfen ist euer Hobby", rief er den Dienstleistenden zu, die als selbstlose Vorbilder für andere einstünden, auch wenn sie dabei die eigene Gesundheit riskierten.

Kreisbrandinspektor Peter Deiml übermittelte die Grüße des erkrankten Kreisbrandrats Fredi Weiß. Deiml hob die gute Zusammenarbeit mit der Landkreisführung und der Auerbacher Feuerwehr hervor. Er hoffe, dass die Jugend ihrer Wehr treu bleibt, "denn wir brauchen sie."
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9489)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.