Selten viele Kirwaleut

50 Reime zum Lokalgeschehen: Gstanzl-Sänger Peter Burkhardt, Maximilian Graf, Martin Wiesent und Basti Graf (von links) nahmen die großen und kleinen Sünden des letzten Jahres aufs Korn. Bild: hia

In diesem Jahr lief es flüssig bei der Wirbenzer Kirwa, für den Umzug sogar etwas zu flüssig. Trotz Regens war die Stimmung aber bestens.

So viele Kirwaboum und -madla hatten die Wirbenzer lange nicht mehr. Musikalisch, kulinarisch und stimmungsmäßig war an den vier Kirwatagen viel geboten. "Es hätte nicht besser laufen können", bilanzierten die Kirwachefs Peter Burkhardt und Sebastian Graf am Ende. Beide waren stolz auf die Wirbenzer Jugend. "Wir haben heuer eine gute Truppe." Das sei in den letzten Jahren nicht immer so gewesen. Über Freunde von Freundinnen hatten sie sich zudem aus den benachbarten Ortsteilen Guttenthau, Plössen, Haidenaab und Kemnath und Neustadt Verstärkung geholt.

Man müsse weit zurückgehen, um ein Jahr zu finden, in dem 26 Kirwaboum und -madla das Fest feierten. Das kulinarische Wochenende leitete das Krenfleischessen im Feuerwehrhaus ein. Ein glückliches Händchen bewiesen die Macher beim Musikprogramm. Bei der DJ-Party "Back to the nineties" mit Lokalmatador DJ Xclusive alias Sebastian Stahl war das Zelt ebenso gut besucht, wie am Samstag bei der Stimmungsband "Saggradi".

Pfarrer Dirk Grafe und Vikar Stefan Fischer feierten am Sonntagmorgen einen Zeltgottesdienst, musikalisch umrahmt vom Posaunenchor. Nach dem Mittagessen fiel der Kirwaumzug ins Wasser, der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Dafür sorgte zum einen der erste Auftritt der "3 Lederhousnlackl", der neuen Band von Thomas Emmerig (Akkordeon), Christoph Emmerig (Tuba) und Volker Hammon (Gitarre), die schon als "5 lustige 3" Erfolge feierten. Zum Gstanzl-Aufsingen hatten die Kirwaboum 50 Reime gedichtet. Eine Dreiviertelstunde nahmen Peter Burkhardt, Maximilian Graf, Martin Wiesent und Basti Graf Wirbenzer, Speichersdorfer und Neustädter aufs Korn.

So rang ihnen die 100 Jahrfeier der Speichersdorfer Kirwa nur ein Lächeln ab: "Damals hat's unsere Kirchn schon 500 Jahre geb'n." Ebenso der Neustädter Ziegenabtrieb: "Die Neisteeder können heut gern zu Hause bleiben, sollns doch ihre dayerten Ziege wieder vom Kulm runtertreiben." Den Schlussakkord setzte schließlich am Montag das Kirchweiheingraben.
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