Seltene Heinkel-Roller rollen beim Dorffest an
Mütze fürs Blaulicht

Die Heinkel-Familie traf sich zum Dorffest in Eschenfelden. Rudi Hölzl, selbst passionierter Heinkel-Fahrer, hatte eingeladen, und seinem Ruf sind 24 Rollerbesitzer gefolgt. Am Nachmittag schaute sogar noch eine Heinkel-Kabine vorbei. Der Hingucker war diesmal wohl der Polizei-Roller von Theo Wittmann aus Lichtenau bei Ansbach. Sein Schmuckstück war eines von 21 Fahrzeugen, die in Bayern als Dienstfahrzeug zur Verkehrsüberwachung eingesetzt waren. Insgesamt wurden nur 50 Polizei- und 50 Post-Roller gebaut.

"Fürs Blaulicht gibt's a Mützla", erzählte Wittman und stülpte gleich eine maßgeschneiderte Stoffhaube drüber. Auch die anderen Hoheitszeichen wurden für die gemeinsame Ausfahrt verdeckt. "Bis 1976 war sein Heinkel-Roller in München gemeldet, eingesetzt wurde das 9 PS und 173 Kubik starke Gefährt aber nur 2 bis 3 Jahre", wie Theo Wittmann recherchiert hatte. Der Heinkel ist bestens erhalten und hat auch noch ein tornistergroßes Funkgerät hinter dem Sitz. Ein Grund, dass so viele Heinkel-Freunde - unter anderem aus Hof und Bamberg - der Einladung folgten, liegt darin, dass Rudi Hölzl auch bei anderen Treffen dabei ist. Seine Geschicklichkeit bewies Hölzl erst vor kurzem beim 32. Internationalen Heinkel-Treffen in Tauberlitz bei Hof.

Die Heinkel-Freunde Oberfranken veranstalteten eine Heinkel-Cross- Rallye. Mit der Attraktion, einem extra umgebauten Heinkel-Crossroller von Bernd Durant, durfte Hölzl ins Rennen gehen und schaffte prompt den ersten Platz. Dritter wurde Ernst Aures aus Freudenberg.

1800 Mark hat damals ein solches Gefährt gekostet. Jetzt blättert man schon 2500 bis 3000 Euro für ein gut hergerichtetes Exemplar hin. Allerdings reicht das nicht für so einen wie den von Theo Wittmann.
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