Senioren bleiben zu Hause

Die Vertreter der Stadt blieben unter sich: Zur ersten Sprechstunde kamen (von links) Klaus Lehl, Elisabeth Gottsche, Bürgermeister Peter Lehr und Udo Müller, aber keine Ratsuchenden. Bild: rn

Der Auftakt verlief schleppend: Zur ersten Sprechstunde der Stadt für Senioren kam nur der Bürgermeister. Die Seniorenbeauftragten sind sich aber sicher, dass die Nachfrage bald steigt. Bedarf für Unterstützung gebe es genug.

Seniorenbeauftragte Elisabeth Gottsche sowie die Stadträte Klaus Lehl und Udo Müller sind Ansprechpartner für ältere Eschenbacher. Einmal im Monat laden die drei künfitg zur Sprechstunde ins Seniorenbüro der Verwaltungsgemeinschaft am Karlsplatz. Zum ersten Termin war Bürgermeister Peter Lehr gekommen - aber keine Senioren.

Die drei Ansprechpartner waren sich mit Lehr einig, dass es sich dabei lediglich um Anlaufschwierigkeiten handelt. Gottsche verwies auf eine Fragebogenaktion im Januar 2013, bei der mehr als 1000 Bürger über 55 Jahre Fragebögen erhielten. Im Rathaus gingen 411 Rückmeldungen ein, das Interesse der Senioren sei also durchaus groß.

Die Antworten der Bürger hätten auch gezeigt, dass es Bedarf für Unterstützung gebe: 45 Prozent wünschen sich barrierefreies Wohnen, 63 Prozent befürworten das Modell "Junge helfen Alten und Alte helfen Jungen", 72 Prozent zeigen Interesse an betreutem Wohnen zu Hause und 77 Prozent wünschen sich Unterstützung für "kleine Dienste" durch ehrenamtliche Helfer. 41 Prozent boten an, sich selbst zu engagieren.

"Die Sprechtage sind nicht nur ein Angebot für Ältere. Wir wollen auch Familienangehörigen die Möglichkeit geben, sich Ratschläge einzuholen", betonten die Seniorenbeauftragten. Ältere Mitbürger sollen sich in Eschenbach wohlfühlen. Der nächste Sprechtag ist am 30. Oktober von 16 bis 17 Uhr in der Verwaltungsgemeinschaft.
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