Show-Alarm zeigt Probleme auf

Die Stadtratsmitglieder standen fast ein bisschen im Weg, als die Feuerwehrmänner im Schweinsgalopp auf das Gerätehaus zurannten. Bild: mic

Wenn die Neuhauser Feuerwehr ausrückt, wird's eng. Nicht nur beim Umziehen im Gerätehaus, sondern auch auf der Straße vor dem Gebäude.

Neuhaus. (mic) Die Stadtrat staunte am Mittwoch, als plötzlich beim Ortstermin mit Kommandant Andreas Bogner der Alarm losging. Von allen Seiten fuhren Autos heran und rannten Feuerwehrmänner auf das Gerätehaus in der Schönfichter Straße zu. Die Räte konnten gar nicht schnell genug zur Seite springen. In wenigen Minuten hatten die Aktiven ihre Schutzausrüstung angezogen und die Fahrzeuge flott gemacht, um mit Tatütata Richtung Autobahn zu eilen. Bogner gab schnell Entwarnung. Der Einsatz war nicht echt.

Die beeindruckende Demonstration ging auf Initiative von Stadtrat Thomas Wilhelm (CSU) zurück. "Das Problem der Neuhauser Feuerwehr lässt sich am grünen Tisch nur schwer erkennen", sagte er. Deshalb habe er einen Ortstermin im Gerätehaus angeregt. Der Kommandant, der seit 1996 im Amt ist, schilderte kurz die Entwicklung der Wehr. Er sei zwar stolz auf die 67 Aktiven, doch die Jugendlichen müssten sich schon einen Platz teilen. Der Schwerpunkt der Truppe liege in der Verkehrssicherung auf der A 93. Die Zahlen sprechen für sich: "2005 waren es 12 Einsätze, 2009 schon 24 und 2013 bereits 46." In diesem Jahr sind es bis jetzt 45. Bogner rechnet damit, dass die Wehr bis Jahresende 50 Einsätze verbuchen kann. "Wir haben keinen Platz mehr", lautet seine Kernbotschaft.

Raumnot ist groß

"Wir sind in der glücklichen Lage, auch während des Tages einsatzbereit zu sein." Weniger schön sei jedoch die Raumnot. Der Schulungsraum ist zu klein, Beamer und Laptop anzustecken sei nicht möglich. Probleme bereite auch die Ausfahrt an der stark befahrenen Schönfichter Straße. "Wenn wir mit dem Löschfahrzeug rausfahren, um das Tor hinter uns zu schließen, ragt das Auto einen dreiviertel Meter auf die Straße." Oft sei Neuhaus bei Veranstaltungen zugeparkt, dann müsse man beim Ausfahren rangieren. "Das ist keine Dauerlösung", sagte Bogner.

Hans Senft (CSU) brachte es auf den Punkt: "All das heißt: Wir brauchen ein neues Feuerwehrhaus." Die Frage stand am Mittwoch nicht zur Diskussion, doch mit diesem Wissen im Kopf machte sich der Stadtrat auf nach Dietersdorf, um dort im Schulungsraum der Feuerwehr die Sitzung fortzusetzen.

Nachdem Vorsitzender Hans Kühner und Kommandant Josef Ernstberger die Räte durch ihr Gerätehaus geführt hatten, widmete sich das Gremium wieder dem Alltagsgeschäft. Die Frage, ob die Einbahnstraßenregelung in der Pfarrer-Hof-Straße umgedreht werden solle oder nicht, war schnell geklärt. Nur mit der Gegenstimme von Monika Hartmann entschloss sich der Rat, für eine geänderte Durchfahrt.

4 Anwohner stimmen zu

Von 10 befragten Anwohnern hätten sich 4 dafür und 3 dagegen ausgesprochen. Drei haben sich enthalten. Vorteile hätte der Lieferverkehr für das Seniorenheim, und es gebe bessere Parkmöglichkeiten. Die Gefahrenstelle an der Freiherr-von Stein-Straße könnte mit einem Spiegel entschärft werden.
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