Sicher unterwegs

Der Verkehrs- und Sicherheitstag diente auch dazu, die Scheu gegenüber den Einsatzkräften abzubauen, diese als Helfer in der Not zu erkennen. Bild: sir

Wissende Kinder sind geschützte Kinder: Einen ganzen Schultag widmete die Grundschule Fischbach dem Thema Sicherheit, denn Gefahren lauern überall. Rektor Oskar Duschinger und sein Lehrerteam setzen auf Prävention.

Doch auch wenn Unfälle geschehen sind, sollen die Kinder wirksam helfen können. Verschiedene Stationen waren im Schulhaus und in den Außenanlagen aufgebaut, um den Blick der Schüler zu schärfen, wann es brenzlig für sie werden könnte. Brenzlig im wahrsten Sinne des Wortes wurde es dann auch, als die Feuerwehr Nittenau Öl erhitzte und - als dieses zu brennen begann - mit Wasser löschte. Die Kinder bekamen einen gewaltigen Schrecken, als eine riesige Stichflamme gen Himmel schoss. "Niemals mit Wasser einen Fettbrand löschen", warnten die beiden Feuerwehrleute Bernhard Fürst und Bernhard Frummet.

Das Löschfahrzeug der Feuerwehr Nittenau und das Innenleben erwies sich als nicht minder interessant. Ordentlich und übersichtlich sind die Gerätschaften darin untergebracht: "Damit sich jeder Feuerwehrmann oder -frau auch im Dunkeln zurechtfindet." Polizeihauptkommissar Karlheinz Kuhn und Polizeioberkommissar Werner Keller übten mit den Kindern das sichere Überqueren der Straße. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, soll stets einen Helm tragen. Und auf den Sicherheitsgurt im Auto darf keinesfalls verzichtet werden. Eine Fahrt im Polizeiauto rundete das "Erlebnis Polizei" ab.

Viele Kinder fahren mit dem Bus zur Schule. Busunternehmer Georg Köbler betonte: "Auch hier gilt es, sich an bestimmte Regeln zu halten, drängeln und schubsen kann gefährlich sein." Ein Augenmerk legte Uwe Hauber vom ADAC Nordbayern auf den sogenannten toten Winkel. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, in welchem Bereich der Busfahrer sie überhaupt nicht sehen kann.

Martina Dobler-Maier von der Johanniter-Unfallhilfe übte mit den Kindern das Absetzen eines Notrufs. Vor allem kam es ihr darauf an, dass die Schüler die entsprechenden Begriffe kennenlernten. Mit den entsprechenden Hilfsmitteln versorgten sie imaginäre Wunden und Brüche, legten entsprechende Verbände an. Doch auch der Spaß kam an diesem Aktionstag nicht zu kurz. Der AC Nittenau mit Vorsitzendem Johann Seebauer und seinem Team hatte einen Geschicklichkeitsparcours aufgebaut, den es mit dem Tretcar zu bewältigen galt. Nach einem Trainingslauf wurde neben der Geschicklichkeit auch die Zeit in die Wertung aufgenommen.
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