Sicherheit für Haus und Familie

Gut besucht war der Bürgerstammtisch der Gemeinschaft für Schöpfung, Umwelt und Kultur im Pfarrheim. Kein Wunder, es gab Tipps vom Fachmann für die Sicherheit im eigenen Zuhause.

"Diesem Thema sollte man", so Helmut Rhein, Chef eines Schwandorfer Schlüsseldienstes, "angesichts der verschiedenen Einbrüche ringsum in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit schenken". Ein Einbruch im Zuhause bedeute für den Besitzer zugleich auch immer künftige Unsicherheit in den eigenen vier Wänden. Es gebe viele Möglichkeiten, die man vorher mit dem Schlüsseldienst vor Ort abstimmen könne, um Nutzen sowie Kosten der Verbesserungen miteinander abzuwägen.

Beruhigendes Gefühl

Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es zwar nirgendwo, betonten Michael Götz und der Schlüsseldienst-Profi weiter. Wenn die Schwachstellen, zum Beispiel im Kellerbereich, an den Türschlössern oder den Terrassentüren, gesichert seien, würde dies jedoch der ganzen Familie ein beruhigendes und gutes Gefühl geben.

Neuralgische Punkte seien zum Beispiel über- oder vorstehende Schließzylinder an Keller- oder Haustüren, ungesicherte Kellerschächte oder auch Fenster im Parterrebereich. Und natürlich, darauf weise sowohl die Polizei als auch die Versicherung immer wieder hin: Gekippte Fenster gelten als offene Fenster. Für neue Schlösser brauche der Schlüsseldienst heutzutage zum Nachmachen definitiv das Schlüsselkärtchen mit entsprechender Nummer. "Einbrecher geben meist auf, wenn ihr Vorhaben zu lange dauert sowie aussichtslos erscheint", betonte Helmut Rhein.

Bei der Diskussion über die erhöhten Wasser- und Abwassergebühren für Pittersberg seit heuer gab es etwas Erklärungsbedarf. Michael Götz und Bürgermeister Josef Gilch verwiesen wiederholt auf die notwendige sowie vorgeschriebene Kostendeckung bei Wasser und Kanal hin.

Auch die Möglichkeit eines Antrags an die Gemeinde zur Installation eines Gartenwasserzählers im Haus wurde erläutert. Wobei jeder Bürger sich das bezüglich der Kosten, beispielsweise für die Wasseruhr, im Vorfeld genau überlegen sollte.

Wichtig für Pittersberg sei, dass im Zuge der Fertigstellung der Bundesstraße 85 zwei kleinere Lärmschutzlücken voraussichtlich 2016 mit Bepflanzung geschlossen werden, erklärte Vorsitzender Michael Götz in Abstimmung mit dem Leiter der zuständigen Abteilung des Staatlichen Bauamts in Sulzbach-Rosenberg, Stefan Noll. Dies sei mit Blick auf den Lärmschutz entlang dieser wichtigen Verkehrsader von West nach Ost wichtig. "Gut 13 000 Fahrzeuge täglich, das ist enorm", so Götz.

Thema Richtfunk

Am Ende des Stammtisches wurde über das Thema Richtfunk für den Ort kontrovers diskutiert. Insbesondere wegen der Masten-Standorte und der dazu bis vor kurzem zurückgehaltenen Informationen für die betroffenen Bürger.

Bürgermeister Josef Gilch verteidigte die Vorgehensweise der Gemeinde, sie habe in Sachen Richtfunk für Pittersberg, Breitenbrunn und Au keine andere Wahl gehabt. Götz, der Vorsitzende der Gemeinschaft von Schöpfung, Umwelt und Kultur, beharrte aber unter anderem energisch auf der Feststellung: "Die Richtfunkmasten haben innerhalb der Wohnbebauung nichts zu suchen, weil man ja auch heute nicht wisse, was eventuell in ein paar Jahren oder später alles an Antennen auf die Masten drauf kommt." Dies zu berücksichtigen und zu planen wäre Angelegenheit der Firma und des Projektanten gewesen. Dann hätte auch die Bevölkerung mitgenommen werden können.
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