Sicherheit zum halben Preis

Rupert Seitz (links) und Martin Neumann vom Kreisjugendring sind stolz auf das Projekt "Fifty-Fifty-Taxi". Seit gut zehn Jahren können Jugendliche aus dem Landkreis damit günstig und sicher mit den teilnehmenden Taxi-Unternehmen fahren. Bild: Hartl

Schon vor gut zehn Jahren hatte der Kreisjugendring (KJR) eine Idee, die in letzter Zeit auch in den Nachbarlandkreisen Nachahmer findet. Stichwort: Fifty-Fifty.

Neustadt/WN. (esc) Als erste Jugendorganisation der Oberpfalz hatte der KJR 2004 einen Entschluss gefasst: Die Verantwortlichen wollten den jungen Landkreisbewohnern eine günstige Fahrgelegenheit zur Verfügung stellen - die Geburtsstunde des "Fifty-Fifty-Taxis".

"Wir wollen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine sichere Fahrt zur Veranstaltung und zurück bieten", erzählt Martin Neumann, Geschäftsführer des KJR. Die Idee kam 2004 von Franz Haderer, Mitglied im Vorstand: Er wurde damals durch einen Zeitungsbericht auf das Projekt in den neuen Bundesländern aufmerksam. Die, die das Taxi nutzen, werden sicher nach Hause gebracht, "sogar bis zur Haustüre", verspricht Neumann.

Unterstützer gesucht

Die einzigen Voraussetzungen für die Nutzung des "Fifty-Fifty-Taxis": Alle Jugendlichen, die im Landkreis Neustadt wohnen und zwischen 14 und 21 Jahre alt sind, dürfen die Tickets in Anspruch nehmen. Des Weiteren sollte entweder der Einstiegs- oder der Zielort der Fahrt oder auch beides im Landkreis Neustadt liegen. Außerdem ist es möglich, dass sich mehrere das Taxi teilen. "Wichtig ist halt, dass derjenige, der das Taxi bestellt und bezahlt, aus dem Landkreis kommt", erklären Neumann und Rupert Seitz, Vorsitzender des Kreisjugendrings.

Die Tickets im Wert von zwei, fünf oder zehn Euro gibt es in der Geschäftsstelle des KJR (siehe Kasten) . Pro Monat darf ein Jugendlicher Gutscheine im Wert von maximal 50 Euro kaufen - auf ihn kommen dann lediglich 25 Euro. Die Billetts sind unbegrenzt gültig. "Den Rest organisieren wir", sagt Neumann. Sprich: Die Hälfte des Fahrpreises zahlt der Kreisjugendring. "Dafür brauchen wir die Unterstützung der Gemeinden", betont Seitz. "Unser Ziel ist es, dass alles kontinuierlich laufen soll, und wir einen sicheren Grundstock haben." Sprich: Die Jugendorganisation ist auf Spenden von Kommunen, Firmen oder Vereinen angewiesen, damit das "Fifty-Fifty-Taxi" auch weiterhin rollt.

Letztes Jahr verkaufte der Kreisjugendring Tickets im Wert von knapp 29 000 Euro, 2013 waren es sogar 31 000 Euro. Eine solide Basis von etwa 15 000 Euro ist wichtig, um "das Niveau abzusichern", erklärt Vorsitzender Seitz. Denn die Devise der Verantwortlichen ist, ein langfristiges Projekt mit möglichst breiter Nutzung anzubieten. Dabei danken Neumann und Seitz den Unterstützern und Taxiunternehmen. Erst in seiner letzten Sitzung hat der Neustädter Stadtrat eine weitere Bezuschussung von 300 Euro beschlossen. "Über weitere Förderer würden wir uns natürlich freuen", sagen die zwei.
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