Sie halten die Stadt am Laufen

Einige der neuen Mitarbeiterinnen im städtischen Kindergarten stellten sich bei der Weihnachtsfeier von Stadt und Verwaltungsgemeinschaft vor. Unser Bild zeigt (vorne, von links) Leiterin Elvira Brand mit den "Neuen" Maria Hann, Isabella Vasquez und Patrizia Hodge sowie (hinten, von links) die Bürgermeister Klaus Lehl, Peter Lehr und Karl Lorenz. Bild: rn

Einmal im Jahr wird die Freizeitanlage Rußweiher zum großen Dienstzimmer für die Bediensteten von Stadt und Verwaltungsgemeinschaft. Allerdings wird dann nicht gearbeitet: Das gesellige Miteinander steht im Vordergrund - die Weihnachtsfeier gleicht stets einer Familienfeier.

Gefordert ist nur der Bürgermeister, dem ein Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr obliegt. Diesem stellte Peter Lehr heuer ein Schiller-Zitat voraus: "Ein tiefer Sinn wohnt in allen Bräuchen, man muss sie ehren." Dass dies auch für andere Länder gilt, bekundete er mit einer informativen Rundreise durch die Niederlande, Flandern, Italien und Böhmen.

Dann blendete das Stadtoberhaupt auf Ereignisse zurück, die das Geschehen in der Rußweiherstadt prägten. Seine Chronologie startete er mit Bürgerversammlung, der Ernennung von Vinzenz Dachauer zum Ehrenvorsitzenden des Stadtverbandes und Sportlerehrungen. Hohen Stellenwert maß Lehr dem Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Bergkirche und deren Segnung durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sowie dem Auftakt für des Radwegekonzept "Westlicher Landkreis" bei.

"Wohl einmaliges Ereignis"

Zu den herausragenden Festlichkeiten zählte er den vierten Bauernmarkt, die Einweihung des Generationenparks und das zweitägige Bürgerfest. Positiv wertete er die Teilnahme von Flüchtlingsfamilien und ehrenamtlichen Helfern am Kinderbürgerfest, das das Jugendforum auf den SCE-Anlagen veranstaltete. Die Bayerischen Polizeimeisterschaften im Crosslauf bezeichnete der Bürgermeister als "ein wohl einmaliges Sport- und Wettkampfereignis".

"Im November erhielt die Stadt Eschenbach zusammen mit 13 weiteren Preisträgern aus den Händen des Bayerischen Forstministers Helmut Brunner den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung", freute sich Lehr. Und schließlich berichtete er von der offiziellen Freigabe des ausgebauten Abschnitts der Speinsharter Straße.

Eingeflochten in die Rückschau waren sieben runde Geburtstage von kommunalen Amtsträgern, der Tod von Klaus Schmitz, dem Träger der Bürgermedaille, und der Absturz eines Kampfjets der US-Luftwaffe, bei dem "dank der hervorragenden Ausbildung und des souveränen Verhaltens des Piloten die Stadt einem schweren Unglück entging".

Seinen Mitarbeitern bescheinigte der Bürgermeister für das zu Ende gehende Jahr Leistungen "auch weit über die normale Arbeitszeit hinaus". Er sprach auch die hervorragend funktionierende Zusammenarbeit mit dem Stadtverband und den ihm angeschlossenen Vereinen an, "ohne die zahlreiche Veranstaltungen nicht realisierbar gewesen wären".

Das Werk "Kommune"

In einem "Streifzug" führte Lehr die Zuhörer dann zu allen städtischen Einrichtungen und zählte deren vielseitige Verdienste und Leistungen auf, die gleich vielen Zahnrädern das Werk "Kommune" mit Rathaus, Bauhof, Klärwerk, Wasserversorgung, Kindergarten, Schule, Freibad, Bibliothek, Malzhaus und Feuerwehr erfolgreich am Laufen hielten.

Wertvolle Mitarbeit bescheinigte er dem Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, dem Maschinenring, der Jagdgenossenschaft, der Waldjugend, den Feldgeschworenen sowie den Stadt- und VG-Räten. Mit "großem Respekt" wandte sich der VG-Vorsitzende seinen Bürgermeister-Kollegen Albert Nickl und Wolfgang Haberberger zu, "die ihr Amt nebenamtlich ausüben".

Nach einem Dank an die Geistlichen und alle, die dazu beitrugen, "das Schiff Eschenbach auf Kurs zu halten", trug Lehr eine weihnachtliche Geschichte vor. Brigitta Rodler und ihren Mitarbeiterinnen im Hotel sowie Uta Nürnberger und Norbert Braun, die die Feier vorbereitet hatten, überreichte er kleine Präsente.

Auch im Namen von Pfarrerin Anne Utz dankte Stadtpfarrer Thomas Jeschner Bürgermeister und Kommune für die Mit- und Zusammenarbeit im kirchlichen Bereich. Er nannte Beispiele dafür, wie "viele fleißige Hände die Kirchen unterstützt haben", und lud zu den Gottesdiensten an den Feiertagen ein.
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