Sie lassen es richtig krachen

Die staade Zeit war gestern. Hubert Haas, Gerhard Schnabel, Andreas Fleischmann, Jochen Lehr, Hildegard und Hans Hofrichter (von rechts) "böllerten" vor der Schlossbergkapelle das neue Jahr an. Bild: sön
(sön) Neujahr kurz vor 11 Uhr: Gewaltige Donnerschläge hallen durch das Vilstal. Die Böllschützen des Heimatvereins gingen ihrer Passion nach und schossen vor der tief verschneiten Schlossbergkapelle das neue Jahr an. Langsames Reihenfeuer, Dubletten und Salven trieben Hubert Haas, Gerhard Schnabel, Andreas Fleischmann, Jochen Lehr, Hildegard und Hans Hofrichter in den Himmel und womöglich nach einer durchfeierten Silvesternacht einige Riedener auch aus den Federn.

Das Böllerschießen habe im Ort durchaus Tradition, erinnerte Heimatvereinsvorsitzender und Ortsheimatpfleger Hubert Haas. Das würde sich aus dem Pfarrarchiv (einmal wurde beim Hochzeitsschießen ein Bräutigam schwer verletzt), der Haberland- und Schiekofer-Chronik ergeben. So sei bei Haberland nachzulesen, dass am 16. Februar 1824 "auf dem Schlossberg die Pöller gelöst wurden", um "in unserem Markte das 15jährige Jubiläum unseres allergnädigsten Königs Maximilian Joseph mit größtem Pomp" zu feiern.

Dem wollen die Böllerschützen des Riedener Heimatvereins nicht nachstehen, wenn auch es erst das fünfte Neujahrsanschießen war, das der im Jahr 2010 gegründete Verein organisiert hat.
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