"Sie sind uns Gnade und Segen"

Mit einem Gottesdienst und einem Empfang im Pfarrheim hat die Pfarrei am Sonntag das 70-jährige Bestehen der Schwesternstation gefeiert. Die Festredner würdigten dabei das unermüdliche Wirken der seit September 1945 tätigen Ordensfrauen. Zudem gab es eine musikalische Überraschung.

"Dies ist ein großer Tag", war die perfekte Einleitung der Eucharistie durch den Kirchenchor unter Leitung von Reinhold Schultes, bevor Bernhard Lang die Schwestern als "wichtige Stütze in der Pfarrei und Gemeinde" bezeichnete.

"Sie bringen sich in vielfältiger Weise ein", unterstrich der Sprecher des Pfarrgemeinderats. Gemeinsam mit Geistlichem Rat Antony Soosai, Kirchenpfleger Josef Meckl, der Blaskapelle Waldkirch mit Bernhard Träger an der Spitze, den Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte sowie den Ministranten hatte er Weihbischof Dr. Josef Graf willkommen geheißen. Für den Bischof, der den Gottesdienst zusammen mit Soosai, Pfarrvikar Julius sowie den ehemaligen Kaplänen Anish George und Marianus Kerketta feierte, wäre die Kirche ohne Schwestern undenkbar.

Pfarrgemeinde mitgestaltet

"Sie haben das Leben in der Pfarrgemeinde mitgestaltet und geprägt", würdigte Dr. Graf. Außerdem bezeichnete er die Ordensfrauen als "Zeugen der Perspektive von christlichen Werten und für das gottgeweihte Leben". Zusammenfassend stellte er fest: "Ihre Arbeit ist zum Segen geworden." Von einem "Tag der Freude und des Dankes" sprach Geistlicher Rat Antony Soosai und stellte das vielseitige Engagement der Schwestern vom Heiligen Kreuz - ob früher im Kindergarten, in der Schule oder in der Krankenpflege oder inzwischen im Mesnerdienst und vielen anderen Bereichen - heraus. "Sie sind uns Gnade und Segen."

Schwester Petra erinnerte an den 150. Todestag des Ordensgründers Theodosius Florentini in diesem Jahr und informierte, dass derzeit in der Provinz Europa-Mitte 570 Schwestern tätig sind. "Wir haben einen Sendungsauftrag in der Gegenwart", sagte die Provinzrätin. Sie übermittelte die Grüße der Provinzoberin Schwester Gabriele und würdigte das Werk der seit 1945 in Neukirchen zu St. Christoph wirkenden 42 Schwestern. Ein seit Jahrzehnten gelebtes Miteinander stellte Schwester Oberin Bonita fest. Sie sagte allen an der Organisation und Mitwirkung Beteiligten "Vergelt's Gott".

Umhänge aus Indien

Überraschungen gab es dann nach einem Standkonzert der Waldkirchner Blaskapelle beim Stehempfang im Pfarrheim, den der Kirchenchor einleitete. Eine davon waren Umhänge aus Indien, die Geistlicher Rat Antony Soosai von seinem Heimaturlaub mitgebracht hatte. Außerdem glänzte der Kirchenchor mit dem Lied "Unsere Schwestern" nach der Melodie "Ännchen von Tharau" mit dem von Reinhold Schultes verfassten Text. Mächtig ins Zeug gelegt hatte sich der Katholische Frauenbund, für den Vorsitzende Hildegard Helgert die Leistungen aller Schwestern hervorhob. Diese freuten sich über selbst gebastelte Kerzen mit einem Kirchturm als Symbol.

Bürgermeister Johann Maurer stellte das Wirken der Ordensfrauen heraus, darunter im Kindergarten. "Sag dem Herrgott Dank dafür!" der erste Hit von Brigitte Traeger war die Einleitung zu dem von Soosai angekündigten "letzten Höhepunkt". Die Sängerin gab ihren Erfolgstitel zum Besten und stimmte schließlich mit allen Gästen das "Te deum" an.
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