Sieben Kubikmeter Holz pro Bausatz

Das Abstützsystem Holz - kurz ASH - dient zur Sicherung von angeschlagenen Gebäuden. Zur Abstützung und Aussteifung von einsturzgefährdeten Häusern kommen üblicherweise Sprengwerke und Strebstützen zum Einsatz. Wenn die Holzteile je nach Anforderung erst individuell angefertigt werden müssen, geht oft wertvolle Zeit verloren, die bei der Rettung von Verschütteten fehlt. Denn die Hilfskräfte müssen erst die Gefahr bannen, selbst verschüttet zu werden. Das für das Technische Hilfswerk entwickelte Abstützsystem gibt den Rettern ein standardisiertes Verfahren an die Hand, um schnell Decken und Wände abzusichern. Der eigentliche Bausatz besteht jeweils aus sieben Kubikmetern Holz, die sich mit großen Mengen an Nägeln, Bolzen, Schrauben und Muttern in Sprengwerke und Strebstützen verwandeln. Zur Logistik gehört ein Fuhrpark mit Anhänger, Kipper und Ladehilfen sowie Spezialgeräten für die Montage. Das dazugehörige Fachpersonal wird umfangreich geschult, um von der Beladung der Fahrzeuge über das Aufmaß der Häuser bis hin zur Demontage alles im Griff zu haben. Das System ASH war früher unter dem Namen Frablo bekannt - nach seinem Entwickler Franz Blockhaus aus dem THW-Ortsverband Hückelhoven. (kdi)
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.