Sieben neue Klubs in der Bayernliga Nord - Diskussion über Verbandsrichtlinien bei Videorechten ...
Runderneuert in die kommende Saison

Bamberg. (dme) Die Bayernliga Nord hat sich als Bindeglied zwischen dem Aushängeschild des Amateur-Fußballs Regionalliga und den fünf Landesligen etabliert, ist ein starkes Gerüst. Das wurde am Sonntag bei der Arbeitstagung der 18 Klubs in Bamberg deutlich. Am 17. Juli beginnt nun die vierte Saison seit der Ligareform 2012. Wie viele andere Verbandsspielklassen wird auch die Bayernliga Nord runderneuert ins vierte Jahr gehen, denn es sind sieben neue Vereine dabei. Mehr als ein Drittel der Klubs wurde also ausgetauscht.

Erstmals mit Eichstätt

Neu dabei sind die beiden Bayernliga-Absteiger SV Seligenporten und der FC Eintracht Bamberg. Hinzu gekommen sind die vier Aufsteiger ASV Burglengenfeld, 1. SC Feucht, DJK Don Bosco Bamberg und der 1. FC Sand. Aus der Südgruppe wurde erstmals das oberbayerische Team VfB Eichstätt umgruppiert. Die Saison beginnt am Freitag, 17. Juli, ab 18.30 Uhr mit dem unterfränkischen Derby TSV Großbardorf gegen den 1. FC Sand.

340 Zuschauer im Schnitt

Die Saison 2014/15 in der Bayernliga Nord ist anständig verlaufen. Es gab witterungsbedingt nur zehn Spielabsagen, so wenige wie noch nie. Der Zuschauerschnitt lag mit 340 pro Partie erneut deutlich über den der Bayernliga Süd (283). Wie Spielleiter Thomas Unger berichtete, verlief die Saison im Großen und Ganzen ohne besondere Vorkommnisse. Meister wurde mit sechs Punkten Vorsprung der SV Viktoria Aschaffenburg, der alle Spiele in diesem Jahr gewinnen konnte. Der FC Amberg stieg über die Relegation ebenfalls in die Regionalliga Bayern auf. Absteigen musste Schlusslicht SV Memmelsdorf. In der Relegation erwischte es alle vier Releganten SpVgg Ansbach, DJK Ammerthal, FSV Erlangen-Bruck und den TSV Neudrossenfeld, die alle schon in der ersten Runde die Segel gegen Landesligisten streichen mussten.

Für das Schiedsrichterwesen berichtete der ehemalige Bundesliga-Assistent Walter Hofmann, ein gebürtiger Vohenstraußer. "Generell ist der Umgang mit den Vereinen positiv", sagte Hofmann. Auf zwei Dinge würde bei der Weiterbildung der Schiedsrichter in diesem Jahr besonders geachtet: "Wir legen Wert auf einen guten Umgang der Assistenten an der Seitenlinie mit den Trainern während des Spiels und wir erziehen unsere Schiedsrichter auch, dass sie nicht zu selbstbewusst auftreten. Wir mahnen sie zur Sachlichkeit", so Hofmann weiter. Verbandsanwalt Christian Schödel sagte, dass die Zahl der Platzverweise von 40 Roten Karten annehmbar sei. Sprecher der Vereine der Bayernliga Nord war in den beiden vergangenen Jahren Werner Aichner vom FC Amberg. Durch den Aufstieg der Vilsstädter wurde nun Jochen Heurung vom 1. FC Sand einstimmig benannt.

Neu ist, dass ab 2016, erstmals am 28. Mai 2016, das Bayerische Toto-Pokal-Finale live in der ARD übertragen wird. Ein Spielverbot wie bei der Fußballiade in Landshut vom 4. bis 7. Juni wird es in Zukunft bei ähnlichen Veranstaltungen nicht mehr geben.

Der Auf- und Abstieg am Ende der Saison 2015/16 bleibt gegenüber diesem Jahr unverändert. Der Meister steigt auf, der Vizemeister geht in die Relegation. Nur der Letzte steigt direkt ab. Die Vereine auf den Plätzen 15, 16 und 17 sowie der schlechteste Vierzehnte im Vergleich mit der Bayernliga Süd müssen in die Relegation. Mit der Partie des TSV Großbardorf gegen den Aufsteiger 1. FC Sand wird am Freitag, 17. Juli, ab 18.30 Uhr die Saison 2015/16 eröffnet. Mittwoch-Spieltage sind am 22. Juli und 5. August vorgesehen. Letzter Spieltag in diesem Jahr ist am 28. November. Im nächsten Jahr wird am 5. März gestartet, letzter Spieltag der Saison ist am 21. Mai 2016.

Hof enthält sich

Beim Thema "BFV-Akkreditierungsrichtlinien und Regelungen zur Ausübung des Hausrechts" entwickelte sich nach dem Vortrag von BFV-Präsident Rainer Koch eine kurze Diskussion. In geheimer Abstimmung votierten 15 Klubs für den BFV-Vorschlag, SpVgg Jahn Forchheim und die DJK Don Bosco Bamberg waren dagegen, die SpVgg Bayern Hof enthielt sich: "Ich bin nicht berechtigt ohne Rücksprache mit unserem Präsidenten Reiner Denzler hier dafür zuzustimmen, daher werde ich nicht unterschreiben", sagte Hofs Sportlicher Leiter Michael Voigt. Forchheim und Bamberg erklärten sich aber mit den Zustimmenden solidarisch.
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