Siebter Trabitzer Gemeindeabend besticht mit buntem Programm und unterhaltsamen Musikeinlagen
Keine "Zouständ" in Zessau

"Zouständ san des!" Zum Glück war der Stoßseufzer zweier frustrierter Feinschmecker lediglich im Sketch "Ein feines Lokal" - mit dem Klara Deubzer, Anna Majer und Natalie Pepiuk von der Katholischen Landjugend die Lachtränen kullern ließen - nicht das Motto des siebten Trabitzer Gemeindeabends. Stattdessen gab es im Gemeinschaftshaus viel zu lachen, zu staunen und zu genießen - und sogar manche Überraschung.

"Wir können stolz sein, in einer an Talenten so reichen Gemeinde zu leben", brachte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk das kurzweilige Programm auf den Punkt. Für Verblüffung sorgten gleich zu Beginn die "Haidnaabtaler". Allen Zeitgeisttrends zum Trotz wächst das Volkstanzensemble des Trabitzer Trachtenvereins seit Jahren stetig und umfasst mittlerweile mit Jugend, Erwachsenen und Plattlern drei Gruppen, die die rund 130 Besucher mit sieben Tänzen unterhielten. Hin- und mitgerissen war das Publikum von "Zigeunerpolka" und "Ambosspolka", die Kinder und Erwachsene zum Besten gaben. Viel Anklang fanden die fünf A-cappella-Liedvorträge der Männerchorgemeinschaft Trabitz/Neustadt am Kulm. Gern folgten die Gäste der Aufforderung von Dirigent Konrad Dippel, bei "Jenseits des Tales", "Ein Bier" und dem "Prost mit harmonischem Klange" einzustimmen. Die Zwerchfelle strapazierten Bernhard Dötsch und Albert Lober als Stammtischbrüder "Sepp und Kare", die unter anderem über die "Veggie-Welle" frotzelten und über einen Musiklehrer ohne Fußballverstand schimpften: "Der hat meinem Sohn einen Sechser gegeben, weil er die Bayernhymne nicht konnte. Aber wie denn auch - als 'Sechziger'?"

Mit einer Prise Weltmusik würzten Eva Mayrhofer-Dötsch, Barbara, Christiane, Veronika und Stefan Dötsch als "Grünbach-Ensemble" das Programm. Das Tüpfelchen auf dem I setzte Marius Koslowski, der nicht nur als Nachwuchsdirigent und Trompeter der Stadtkapelle Eschenbach bestach, sondern auch als souveräner und pointensicherer Conférencier. "Von dir könnten manche 'Fernsehgrößen' etwas lernen", lobte Pepiuk den 15-Jährigen.
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