Siedler-Familie hält zusammen

Verteilt im Zelt, ließen es die Goaßlschnalzer des Auerbacher Heimat- und Volkstrachtenvereins so richtig krachen. Bilder: cs
 
Viel Abwechslung fanden die jungen Besucher, zum Beispiel in der Mal- und Kreativstation.

Zwei Tage lang war für viele Auerbacher und auswärtige Gäste am Wochenende der Siechen Anlaufstelle. Die Siedlergemeinschaft Am Rosenhof feierte bei Kaiserwetter ihre Kirchweih.

55 Jahre nach ihrer Gründung versteht sich die Siedlergemeinschaft - trotz des Generationenwechsels und der Umbenennung in Verband Wohneigentum - nach wie vor als große Familie. Junge und alte Helfer demonstrierten das durch ihr gemeinsames Anpacken.

Nach dem sportlichen Auftakt mit dem Siedler-Walk am Samstagvormittag (wir berichteten) war an beiden Tagen kulinarische Vielfalt angesagt. Bei deftigen Spezialitäten oder süßen Köstlichkeiten am reichlich bestückten Kuchenbüfett der Siedlerfrauen fand jeder das Richtige. Für die musikalische Unterhaltung am Samstagabend sorgte Gin Tonic.

Aus dem gesamten Stadtbereich versammelten sich Gläubige am Sonntagmorgen zur Eucharistiefeier mit Monsignore Karl Ellmann. Auch Kreisvorsitzender Rudolf Sitter steuerte die Kapelle Zum guten Hirten an. Die Siedler haben sie vor 30 Jahren mit viel Eigenleistung erbaut.

Blasmusik zur Weißwurst

Für Kirchgänger und Gäste des anschließenden Weißwurstfrühstücks spielte die Ahorntaler Blasmusik, geleitet vom Auerbacher Siedlerfreund Markus Toesko. Aus dem Siedlernachwuchs übernahmen Mike Diertl, Marina Brütting und Sarah Haslbeck den Ministrantendienst und die Fürbitten.

Die Predigt des Hausgeistlichen der Schulschwestern stand unter dem Leitgedanken: "Wer Höhe gewinnen will, muss Ballast abwerfen." Vom Gleichnis der wunderbaren Brotvermehrung, die mit einem Eklat endete und die Menschen scharenweise von Jesus weggingen, schlug der Geistliche die Brücke in die heutige Zeit. "Diese Abwendung erleben wir auch in unseren Tagen", beobachtete er. Doch es gebe keine Alternative zu Jesus.

Bandbreite des Brauchtums

Einen guten Griff hatten die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Herbert Lehner mit dem Auftritt des befreundeten Heimat- und Volkstrachtenvereins am Sonntagnachmittag gemacht. Trachtler aus Königstein und Amberg gesellten sich dazu. In einem fast zweistündigen Programm führten erwachsene Tanzpaare, Plattler und Jugendliche die Bandbreite der Brauchtumspflege vor Augen.

Ohne Zugaben ließ das Publikum die Goaßlschnalzer und ihren Leiter Andreas Götz nicht gehen. Mit einer besonderen Überraschung setzte die Jugend in ihrer Aufführung "Was Schneemänner vom Sommer erträumen" ein abschließendes Glanzlicht.

Ohne Nachwuchssorgen

Sorgen um die Zukunft muss sich der Auerbacher Traditionsverein derzeit nicht machen. Es boomt bei den Fünf- bis 17-Jährigen, sehr zur Freude der beiden Jugendleiterinnen Katrin Himmelhuber und Claudia Kormann. Das Dankeschön des Siedler-Vorsitzenden Herbert Lehner nahm die 2. Vortänzerin und Kassiererin Kerstin Meisel in einem Kuvert verpackt entgegen.

Auch für den Kirwa-Spaß der Kleinsten war an beiden Tagen einiges geboten. Von der Hüpfburg über Mal- und Kreativstation bis hin zum Reiten gab es viel Abwechslung für die jüngsten Besucher. Einen zünftigen Abschluss zum Kirwa-Ausklang lieferte dann das Trio Alpen-Fetzer.
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