Siedler mit Pilzexperten Stefan Hartwig unterwegs
Nur genau hinsehen

Erbendorf. (njn) Die Guten ins Körbchen, den Rest im Wald stehen lassen. Doch welcher Pilz ist denn eigentlich genießbar? Antworten gab Stefan Hartwig am Samstag den rund 30 Teilnehmern an der Pilzexkursion der Siedlergemeinschaft. Neben einem theoretischen Abend in der Vorwoche stand für sie die Praxis im Kirchenwald an.

"Keine Pilze in Plastiktüten oder Eimern sammeln, sondern in einem Korb." Diese grundsätzliche Regel gab ihnen der geprüfte Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie mit auf den Weg. Der Vohenstraußer hatte den Schwammerlfreunden beim Infoabend in der Stadthalle erklärt, an welchen Merkmalen erkennbar sei, ob ein Pilz essbar oder giftig ist.

Dazu gab Hartwig bei einer Dia-Show einen Einblick in die bunte und vielfältige Welt der Schwammerl. "Steinpilze, Pfifferlinge oder Maronen, das sind die Pilze, die eigentlich die meisten kennen." Doch es gebe noch weitere hundert Arten, bei denen manche essbare und giftige gleich ausschauten. "Hier entscheiden kleine Unterschiede am Pilz."

Ausgerüstet mit Messer und Körben gingen am Samstag schließlich die Teilnehmer auf die Suche - und wurden unweit der Wege schnell fündig. "Man muss nur genau hinschauen, dann findet man sie", erklärte Hartwig. "Denn im dunklen Wald selbst wachsen keine Pilze."

Er erklärte an den gesammelten Exemplaren, um welche Art es sich handelt. Nach gut zwei Stunden hatten die Teilnehmer ihre Körbe voll. Knapp 70 Sorten entdeckten die Sammler, von denen rund 30 essbar waren.
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